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Leiharbeit

Kostenlose Hotline der IG Metall

Bild: IG Metall

Ist der Betriebsrat im Entleihbetrieb auch für mich zuständig? Habe ich Anspruch auf den Branchenzuschlag, den die IG Metall in der letzten Tarifrunde vereinbart hat? Darf ich auf Betriebsversammlungen gehen? Diese und andere Fragen von LeiharbeitnehmerInnen beantwortet ein Beratungstelefon für IG Metall-Mitglieder seit August kostenlos.

Bei der bundesweiten Hotline gibt es kompetente Auskunft zu allen Belangen und Fragen von Leiharbeitenden. Und über grundsätzliche Fragen hinaus erhalten IG Metall-Mitglieder natürlich auch ganz konkrete Hilfe, zum Beispiel bei Überprüfung der Entgeltabrechnung, Arbeitszeugnissen oder im Kündigungsfall. Selbstverständlich werden alle Anrufe streng vertraulich behandelt.

Das Beratungstelefon erreicht man unter der Telefonnummer 08 00 - 44 63 488
zu folgenden Zeiten:

Mo, Di, Do von 10 bis 16 Uhr
Mi von 10 bis 18 Uhr
Fr von 9 bis 12 Uhr

Der Anruf aus dem Festnetz ist kostenlos, bei Anrufen von einem Mobiltelefon können Gebühren von maximal 42 Cent pro Minute entstehen.

Mehr Informationen auf der Leiharbeitsseite der IG Metall

Beschäftigtenbefragung: Leiharbeit

Gesetzgeber muss Leiharbeit besser regulieren

Bild: IG Metall.

Die Politik soll Leiharbeit regulieren und wieder auf ihren ursprünglichen Zweck begrenzen, nämlich Auftragsspitzen abzudecken, die das Stammpersonal nicht bewältigen kann. Das fordert die große Mehrheit der Beschäftigten, in der Beschäftigtenbefragung der IG Metall.

Beschäftigte fordern bessere Regeln
Über 90 Prozent der Beschäftigten plädieren dafür, dass die Politik Leiharbeit und Werkverträge gesetzlich geregelt und eingedämmt werden. Prekäre Jobs sowie unsichere und meist deutlich schlechter bezahlte Leiharbeitsverhältnisse haben nehmen seit den Hartz-Reformen der Rot-Grünen Bundesregierung stark zugenommen. Die wachsende Anzahl an Beschäftigten in Leiharbeit, Werkverträgen und Minijobs verunsichert die Arbeitnehmer, die sich (noch) in relativ sicheren Arbeitsverhältnissen befinden. Sie machen sich Sorgen um ihren Arbeitsplatz, weil prekäre Beschäftigung immer näher an die eigene Existenz rückt. Extreme konjunkturelle Ausschläge weltweit verstärken die Unsicherheiten.

Tariferfolge der IG Metall
Zwar ist es der IG Metall gelungen, mit ihrer Tarifpolitik einen Beitrag zu fairer Leiharbeit zu erzielen. Denn seit November 2012 bekommen Leiharbeitnehmer über Branchenzuschläge mehr Geld, und Metall- und Elektrobetriebe müssen Leiharbeitnehmern nach 24 Monaten Einsatzzeit einen festen Arbeitsplatz anbieten. Doch mit der Tarifpolitik können Gewerkschaften nicht alles korrigieren, was durch eine falsche Politik in Schieflage geraten ist.

Gesetzgeber ist gefordert
Die Regierung muss endlich klare Regeln schaffen. Dazu gehört unter anderem, das Arbeitnehmerüberlassungsgesetz, das die Leiharbeit regelt, zu ändern. Die Regierung muss den Grundsatz "gleiches Geld für gleiche Arbeit" ins Gesetz schreiben - und zwar ohne Wenn und Aber. Außerdem gehört das Synchronisationsverbot wieder aufgenommen und - ganz wichtig - die Begrenzung von Leiharbeit. Es gibt keine Höchstgrenzen für die Entleihdauer. Ein Betrieb darf heute einen Leiharbeiter bis zu seiner Rente einsetzen. Die meisten Leiharbeitnehmer in Metall- und Elektrobetrieben sind mehr als ein Jahr und länger in Entleihbetrieben eingesetzt. Das Gesetz lässt also Missbrauch zu. Das muss geändert werden. Dafür macht die IG Metall weiter Druck.

Grundsätzlich fordert die IG Metall, den Arbeitsmarkt neu und solildarisch zu ordnen. Die Beschäftigten wollen sichere und faire Arbeit - dafür muss die neue Bundesregierung den Rahmen schaffen.

Alle Ergebnisse der Beschäftigtenbefragung der IG Metall

04.04.2014 |

Lohnzuschläge in Textil-, Holz- und Kunststoffbetrieben

Ein Schritt zu mehr Fairness bei Leiharbeit

Seit 1. April 2014 erhalten Leihbeschäftigte, wenn sie in Firmen der Holz- und Kunststoffverarbeitenden Industrie oder der Textil- und Bekleidungsindustrie eingesetzt sind, einen Branchenzuschlag auf ihren Lohn. Das hat die IG Metall in Tarifverträgen mit der Verleihbranche für sie durchgesetzt.

Auch wenn sie die gleiche Arbeit leisten wie Stammbeschäftigte, erhalten Leiharbeitnehmer weniger Lohn. Gegen diese Ungerechtigkeit kämpft die IG Metall seit Jahren an. Im vergangenen Jahr gelang es ihr, für Leihbeschäftigte, die in der Metall- und Elektroindustrie eingesetzt sind, Zuschläge durchzusetzen. Sie sorgen seit November 2012 dafür, dass die Lücke zwischen den Einkommen kleiner wird. Seit 1. April gibt es solche Zuschläge auch für Textil- und Holzbranchen. Damit ist ein erster großer Schritt zu mehr Fairness und gerechteren Löhnen für Leihbeschäftigte in der Industrie geschafft.

Plus in der Holz- und Kunststoffbranche
Wenn ein Leiharbeitnehmer bereits 6 Wochen in einem Betrieb der Holz oder Kunststoff verarbeitenden Industrie arbeitet, steigt sein Stundenentgelt zunächst um 7 Prozent, danach erhöht es sich in Etappen weiter. Die Branchenzuschläge erhöhen sein bisheriges Entgelt in 5 Stufen um bis zu 31 Prozent: Nach 3 Monaten erhält er 10 Prozent Aufschlag auf den Lohn, nach 5 Monaten 15 Prozent, nach 7 Monaten 22 und nach 9 Monaten 31 Prozent. Wer zum Beispiel jetzt 10,68 Euro verdient, bekommt nach 9 Monaten 13,99 Euro. Wer zurzeit 12,21 Euro Stundenlohn hat, erhält in 9 Monaten 16 Euro.

 
Plus in Textilbranchen
In Textil- und Bekleidungsunternehmen erhöhen sich die Stundenentgelte nach 6 Wochen Einsatzzeit um 5 Prozent. Nach 3 Monaten sind sie 10 Prozent höher, nach 5 Monaten 15, nach 7 Monaten 20 und nach 9 Monaten 25 Prozent. Die Unterschiede zwischen Holz- und Textilbranchen haben etwas damit zu tun, dass die Löhne der Leiharbeitnehmer bisher unterschiedlich stark von denen der Stammbeschäftigten abweichen.

 
Plus für IG Metall-Mitglieder
Die Branchenzuschläge müssen alle Verleihfirmen zahlen, die den Arbeitgeberverbänden BAP und IGZ angehören. Denn mit ihnen hat die IG Metall die Tarifverträge über die Branchenzuschläge vereinbart. Auch wenn sie nicht in einem der beiden Verbände sind, müssen sie die Zuschläge unter Umständen zahlen - dann nämlich, wenn sie in den Arbeitsverträgen mit ihren Leihbeschäftigten auf die BAP- oder IGZ-Tarifverträge Bezug nehmen. In diesen Verleihbetrieben haben alle Leihbeschäftigten, die Mitglieder der IG Metall sind, Anspruch auf den Zuschlag. Vorausgesetzt, sie sind schon mindestens 6 Wochen im selben Einsatzbetrieb.

Wenn die Arbeitseinsätze unterbrochen wurden, die Unterbrechung aber weniger als 3 Monate dauerte, werden die Einsatzzeiten zusammengezählt. Auch Urlaube, Feiertage und Krankheiten bis zu 6 Wochen werden bei der Einsatzzeit und bei der Berechnung der Stufen mitgezählt.

Mogeln gilt nicht
Arbeitgeber dürfen sich nicht um die Zuschläge herummogeln, indem sie sie kurzerhand mit anderen Leistungen verrechnen, zum Beispiel mit Fahrgeld, Aufwandsentschädigungen oder Urlaubsgeld. Die Erfahrungen in der Metallindustrie haben gezeigt, dass einige Verleiher das leider versuchen.

Rat und Informationen gibt es bei der örtlichen IG Metall.

20.12.2012 |

Zahlreiche Unterlaufungstendenzen im Bezirk Mitte

Verleihfirmen tricksen bei Branchenzuschlägen

Von den insgesamt 40.000 Leiharbeitnehmern, die in den Betrieben der Metall- und Elektroindustrie im Bezirk Mitte eingesetzt sind, haben in Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland mehr als 30 Prozent die ab 1. November in der Metall- und Elektroindustrie geltenden Branchenzuschläge nicht erhalten. In Thüringen werden ca. 60 Prozent der Leiharbeitnehmer beim Branchenzuschlag betrogen.

Das ist das Ergebnis einer ersten Stichprobe, die die IG Metall im Bezirk Mitte durchgeführt hat. Die IG Metall hatte die Betriebsräte der Verleih- und Entleihbetriebe und die Leiharbeitnehmer aufgefordert, nach Erhalt der ersten Entgeltabrechnung, die den Branchenzuschlag enthalten musste, Missbrauchsfälle sofort zu melden.

Pressemitteilung der IG Metall

Bezirkseite der Metallzeitung mit Schwerpunkt auf Leiharbeit

Statement Bezirksleiter Armin Schild

Prof. Sell zu Leiharbeit

Jetzt die Lohnabrechnung prüfen lassen

Ab dem 1. November mehr Geld für Leiharbeitnehmer

Jetzt Lohnabrechnung prüfen lassen!

Seit dem 1. November gelten die Branchenzuschläge für Leiharbeitnehmer in der Metall- und Elektroindustrie. Doch manche Verleiher versuchen die neuen Branchenzuschläge zu umgehen. Meistens haben die Verleiher rechtlich schlechte Karten. Wehren lohnt sich.

"Ich als Leiharbeitnehmerin empfinde Ihren Tarifvertrag Branchenzuschlag als völlig verfehlt", schrieb Tanja Müller* Ende Oktober an den IG Metall-Vorstand. Grund für die Enttäuschung der 27-Jährigen, die in einem Berliner Metallbetrieb arbeitet: Ihre Verleihfirma war zwar zähneknirschend bereit, ihr die Zuschläge zu zahlen, aber im gleichen Maß wollte sie das Kilometergeld kürzen, so dass am Ende immer Null Euro Lohnerhöhung herausgekommen wären. Aus dem gleichen Grund sollte der Schweißer Lars Gerdes*, Leiharbeiter im Münsterland, einer Abgruppierung von Entgeltgruppe 5 auf 3 zustimmen.

Krumme Touren
Sie waren nicht die Einzigen, deren Verleiher sich um die Zuschläge herummogeln wollten. Manche behaupteten, der Tarifvertrag gelte für sie nicht. Andere zahlten die Zuschläge einfach nicht oder tricksten wie in den Fällen oben.

Meist verstoßen Verleiher damit klar gegen den Tarifvertrag. Etwa bei einer Abgruppierung: Im Tarifvertrag steht eindeutig, dass bestehende arbeitsvertragliche Regelungen, zu denen Eingruppierungen gehören, von dem neuen Tarifvertrag nicht berührt werden. Der Arbeitgeber darf den Tarifvertrag nicht missbrauchen, um Leistungen in Arbeitsverträgen zu verschlechtern.

Auch im Fall von Tanja Müller hatte der Arbeitgeber rechtlich schlechte Karten. Denn übertarifliche Leistungen dürfen nur auf den Branchenzuschlag angerechnet werden, wenn es sich um Vergütungsbestandteile handelt, also etwa ein höheres Stundenentgelt. Kilometergeld dagegen ersetzt nur zusätzlichen Aufwand für Fahrten. Es anzurechnen ist nicht zulässig.

Die IG Metall rät: Sobald die Entgeltabrechnungen da sind, sie genau prüfen. Bei Zweifeln sollte man sich an den Betriebsrat wenden und rechtliche Fragen schnell mit der IG Metall klären.

Denn Ansprüche müssen - je nach Arbeitgeberverband - innerhalb von ein bis zwei Monaten schriftlich beim Arbeitgeber, also dem Verleiher, geltend gemacht werden. "Sich informieren und wehren lohnt sich", schrieb Tanja Müller im November der IG Metall. Sie hatte ihrer Firma mit einer Klage gedroht: "Und siehe da, plötzlich kann das Kilometergeld weiter bezahlt werden."
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 *Name geändert.

Du hast den Branchenzuschlag nicht bekommen? Melde Dich bei uns: branchenzuschlag-bezirk-mitte(at)igmetall.de

Tarifabschlüsse 2012 in der Metall- und Elektroindustrie

Mehr Fairness bei Leiharbeit

Mehr Fairness bei der Leiharbeit - das war die Forderung, mit der die IG Metall in die Tarifrunde der Metall- und Elektroindustrie gegangen ist. Zeitgleich fanden Verhandlungen mit Leiharbeitsverbänden statt.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Beide Tarifabschlüsse zusammen sind ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Sie ermöglichen den Betriebsräten in der Metall- und Elektroindustrie mehr Mitbestimmung und verringern beim Geld den Abstand zwischen Leih- und Stammbeschäftigten. 

Mehr Mitbestimmung bei Leiharbeit
Der Tarifabschluss mit den Arbeitgebern der Metall- und Elektroindustrie verpflichtet diese, mit dem Betriebsrat über die Bedingungen zu verhandeln, wenn sie Leiharbeitende einsetzen wollen. In einer freiwilligen Betriebsvereinbarung können Betriebsrat und Arbeitgeber festlegen, auf welchem Arbeitsplatz, wie viele und wie lange Leiharbeitende im Betrieb eingesetzt werden sollen. In dieser Betriebsvereinbarung kann zudem das Entgelt und die Übernahme in ein festes Arbeitsverhältnis geregelt werden.

Eine Voraussetzung für den Einsatz von Leiharbeitenden ist, dass sie nur dann eingesetzt werden dürfen, wenn die Entgelt- und Arbeitsbedingungen der Beschäftigten oder die Arbeitsplätze im Entleihbetrieb nicht gefährdet werden. Wenn der Betriebsrat eine solche Gefährdung feststellt, kann er seine Zustimmung zur Einstellung von Leihbescvhäftigten begründet verweigern. Im Zweifel prüft das Arbeitsgericht, ob diese Begründung zutrifft. Dieser Punkt ist wichtig, weil in vielen Firmen Stammbeschäftigte durch Leihbeschäftigte ersetzt werden und so eine Billiglohnlinie im Unternehmen eingezogen wird. Mit dieser Regelung kann der Betriebsrat verhindern, dass Leiharbeitende für derartigen Missbrauch eingesetzt werden.

Außerdem muss Leiharbeit zeitlich begrenzt sein oder es muss ein Sachgrund vorliegen. Als Sachgründen zählen beispielsweise Auftragsspitzen,  Vertretungsfälle oder, wenn Fachkräfte mit speziellen Qualifikationen benötigt werden.

Zur zeitlichen Begrenzung der Leiharbeit gilt zukünftig eine Übernahmeregelung: Existiert in einem Betrieb keine Betriebsvereinbarung zur Leiharbeit, dann muss dieser nach 18 Monaten überprüfen, ob die Leiharbeitenden fest eingestellt werden können. Nach 24 Monaten Einsatz ist der Betrieb verpflichtet die Leiharbeitenden zu übernehmen.

Bessere Bezahlung für Leiharbeitende
Branchenzuschläge von 15 bis 50 Prozent erhalten Leiharbeitende in der Metall- und Elektroindustrie ab dem 1. November 2012. Das hat die IG Metall in den Verhandlungen mit dem Bundesverband der Personaldienstleister (BAP) und der Interessenverband Deutscher Zeitarbeitsunternehmen (iGZ) erreicht.

Die Leiharbeitenden erhalten auf ihr Grundentgelt einen stufenweisen Zuschlag von bis zu 50 Prozent. Nach sechs Wochen Einsatzdauer beträgt dieser Branchenzuschlag 15, nach dem dritten Monat 20, nach dem fünften Monat 30, nach sieben Monaten 45 und nach neun Monaten 50 Prozent. Für Leiharbeitende in der untersten Entgeltgruppe bedeutet das, je nach Einsatzdauer, zwischen 186,33 Euro und 621,09 Euro mehr pro Monat.

Mehr zur Mitbestimmung bei Leiharbeit auf igmetall.de

Tabelle mit Branchenzuschlägen bei Leiharbeit (PDF)

BAG-Urteil: "Christliche Gewerkschaften" waren nie tariffähig

Leiharbeitende können Geld nachfordern

Bundesarbeitsgericht

Das Bundesarbeitsgericht hat mit einem Urteil vom 23. Mai 2012 (BAG 1 AZB 58/11) alle Versuche der Tarifgemeinschaft Christlicher Gewerkschaften für Zeitarbeit und Personalserviceagenturen (CGZP) den Nachforderungen von Sozialkassen und Beschäftigten auszuweichen für rechtswidrig erklärt.

Den selbsternannten "Christlichen Gewerkschaften" hatte das Bundesarbeitsgericht bereits im Dezember 2010 die Tariffähigkeit aberkannt.

Nach dem Absprechen der Tariffähigkeit haben die Erfurter Richter damit glasklare Verhältnisse geschaffen und die grundsätzliche Auffassung der IG Metall und anderer DGB-Gewerkschaften bestätigt: Es gab nie einen gültigen Tarifvertrag der "Christlichen".

Nachforderungen in Millionenhöhe
Die bereits angerollte Welle von Nachforderungen an die Verleiher durch Sozialversicherer auf der einen und Leihbeschäftigte auf der anderen Seite dürfte damit nochmals gewaltig an Volumen zulegen. Den Leihbeschäftigten wird der nacherstattete Arbeitgeberanteil durch Sozialversicherungsträger automatisch auf dem Rentenkonto gutgeschrieben.

Unterstützung für Betroffene 
Die Differenz zwischen den ausgezahlten CGZP-Entgelten und den ihnen zustehenden Entgelten können die Leihbeschäftigten von den Verleihern selbst nachfordern. Wie das geht und was zu beachten ist, steht in diesem Artikel des IG Metall-Vorstandes. Das angehängte Musterschreiben der IG Metall soll Betroffenen die Nachforderung gegenüber dem Verleiher ermöglichen:

Vortrag von Prof Dr. Wolfhard Korte

Gesundheitsschutz in der Leiharbeit oft mangelhaft

Der Gesundheits- und Arbeitsschutz in der Leiharbeit ist in vielen Fällen oft mangelhaft. Es gilt zu berücksichtigen, dass auch der Entleiher arbeitsschutzrechtliche Arbeitgeberfunktionen für Leiharbeitnehmer wahrnimmt und ist gem. § 11 Abs. 6 Satz 1 AÜG ebenfalls für die Sicherheit und Gesundheit der Leiharbeitnehmer verantwortlich ist.

 

Der Tarifvertrag über den Einsatz von Leiharbeit in der saarländischen Stahlindustrie

Vermeiden - begrenzen - gestalten

Die Tarifvertragsparteien der saarländischen Stahlindustrie haben am 9.12.2010 einen „Tarifvertrag über den Einsatz von Leiharbeit“ abgeschlossen. Dieser Tarifvertrag kombiniert die drei wichtigsten Forderungen von Gewerkschaften und Betriebsräten für die betriebliche und tarifvertragliche Regelung von Leiharbeit in den Entleihbetrieben:

1.) Primäre Zielsetzung des Tarifvertrages ist die Vermeidung und Begrenzung von Leiharbeit. Er verhindert, dass Leiharbeit zum Alltagsinstrument wird. Er stellt mit konkreten Maßgaben sicher, dass Leiharbeit die Ausnahme bleibt. Ihr Einsatz setzt abschließend definierte Voraussetzungen und ihm geht in jedem Fall die Prüfung der Alternativen voraus.

2.) Die Mitbestimmung des Betriebsrates sowohl über das „Ob“, als auch über das „Wie“ von Leiharbeit wird umfassend ausgebaut. Dieser Tarifvertrag sicher nicht nur die Mitbestimmung über Zweck, Dauer und Anzahl der LeiharbeitnehmerInnen für jedes einzelne Leiharbeitsprojekt. Er stellt sicher, dass der Betriebsrat vom Arbeitgeber nicht dazu gezwungen werden kann, Leiharbeit zuzulassen. Die zeitliche Begrenzung der Einsatzdauer und die anschließende Prüfung der Weiterbeschäftigung im Entleihbetrieb geben dem Betriebsrat zum ersten Mal in einem Flächentarifvertrag die Chance eine dauerhafte Übernahme von LeiharbeiterInnen in die Stammbelegschaft durchzusetzen.

3.) Ebenso umfassend ist die Gleichbehandlung bei Entgelt und Arbeitszeit gesichert. Durch das Äquivalenzprinzip wird nicht nur „gleicher Lohn für gleiche Arbeit“ im Sinne der LeiharbeitnehmerInnen abschließend definiert, sondern auch „gleiche Arbeitszeit für gleiche Arbeit“. Die volle Entlohnungszuständigkeit des Betriebsrates im Entleihbetrieb für die Entlohnung der LeiharbeiterInnen während der Einsatzzeit wird hergestellt. Und: Es können nur Leiharbeitgeber zum Einsatz kommen, die ebenfalls einen Tarifvertrag mit der IG Metall abgeschlossen haben. Es gilt das Prinzip: „ein Betrieb, eine Belegschaft, ein Betriebsrat, eine Gewerkschaft“.

Die aktuellen stahlnachrichten zum Tarifabschluss.

Metall- und Elektroindustrie

Bild zum Thema Tarifrunde M&E 2015

JAV-Wahlen 2014

SBV-Wahlen 2014

Der Kampf um die 35-Stunden-Woche

Bild zum Thema 35-Stunden-Woche

Broschüren der Bezirksleitung Mitte

Bild zum Thema Broschueren

Abschlagsfreie Rente nach 45 Versicherungsjahren!

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Arbeiten im Alter: ein Aufzugsmonteur berichtet.

Bild zum Thema metallzeitung Bezirk Mitte

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Metallrente im Bezirk Mitte

Bild zum Thema MetallRente

IG Metall Kampagnen

Bild zum Thema Die Kampagnen der IG Metall (Link auf igmetall.de)

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