14.05.2015 |

Konferenz der Automobil- und Zulieferbranche

IG Metall fordert Netzwerk Zukunft der Industrie in den Bundesländern

Bild zum Thema Politik

Frankfurt. Die IG Metall im Bezirk Mitte sieht in Hessen, Thüringen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland erhebliche Risiken für die Zukunft der Automobil- und Automobilzulieferindustrie. In den vier Bundesländern will sie daher ein „Netzwerk Zukunft der Industrie im Automobil-Zulieferbereich“ bilden. Das kündigte IG Metall Bezirksleiter Armin Schild vor 130  Betriebsräten der Automobil und Automobilzulieferbranche des Bezirks an.

 

Zukünftig soll die Zusammenarbeit mit den Landesregierungen, den Betriebsräten und den Arbeitgebern und ihren Verbänden intensiviert werden. Schild forderte die Landesregierungen in Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland und Thüringen auf, eine aktivere Industriepolitik im Zulieferbereich voranzutreiben. Schild: „Beim globalen und konzerninternen Standortpoker werden wir gerade in diesen Bundesländern verlieren, wenn wir nicht gegensteuern.“

07.05.2015 |

Flexibilität erhöhen

Kita Konto würde Entlastung bringen

Viele Beschäftigte in der Metall- und Elektroindustrie sind vom Kita-Streik betroffen. Die IG Metall fordert die Unternehmen und Betriebsräte in ihrem Organisationsbereich auf, kurzfristig betriebliche Lösungen zu vereinbaren, die es berufstätigen Eltern ermöglichen, flexibel auf die besondere Situation die sich durch den Kita Streik ergibt zu reagieren. So könnte zum Beispiel ein besonderes Arbeitszeitkonto eingerichtet werden, mit dem vom Streik mittelbar betroffene Beschäftigte kurzfristig von den üblichen Arbeitszeitregelungen abweichen könnten, ohne wahlweise bei ihrem Arbeitgeber um freie Tage zu betteln, Nachbarn oder Freunde in Anspruch nehmen zu müssen oder ihre Kinder unbetreut zu Hause zu lassen.

In einem solchen Konto könnte geregelt werden, dass Eltern den Anspruch auf Freistellung von der Arbeitszeit haben, in dem sie jeweils am Vortag anmelden, ob und wieviel zusätzliche Zeit sie wegen des Streiks am nächsten Tagen aufbringen müssen. Die entgangene Arbeitszeit solle nach Auffassung der IG Metall mindestens zur Hälfte vom Arbeitgeber bezahlt werden. Sie könne auch zu einem Teil von den Eltern (zum Beispiel im Laufe der nächsten 6 Monate) nachgearbeitet werden.

Schild erklärte: „Es geht hier um außergewöhnliche Belastungen für beschäftigte und jeder Arbeitgebers sollte diese Belange ernst nehmen. Deshalb müssen die mittelbaren Auswirkungen von beiden Seiten getragen werden.“

Der Bezirksleiter machte noch einmal deutlich: „Das gemeinsame Ziel muss es sein, eine bessere Bezahlung in den erzieherischen, sozialen und pflegerischen Berufen zu erreichen. Das Prinzip ›Equal Pay‹ darf nicht nur für Leiharbeit reklamiert werden. Das können und müssen wir auch für die hochwertige, fachlich anspruchsvolle Facharbeit in sozialen und pflegerischen Berufen einfordern. Dazu zählen auch die Erzieherinnen und Erzieher“.

 

 

06.05.2015 |

20. bundesweite Angestelltenkonferenz in Willingen

Neue Fragen. Neue Zeiten. Wissensarbeit gestalten

Neue Fragen. Neue Zeiten. Gemeinsam Wissensarbeit gestalten - unter diesem Motto haben rund 350 Kolleginnen und Kollegen ende April auf der bundesweiten Angestelltenkonferenz diskutiert.

Mit 32 Teilnehmern beteiligte sich auch die Mitglieder der bezirklichen Angestelltenarbeit an den Diskussionen um die Gestaltung von zukünftiger Arbeit in den Büros.

Schwerpunkt der Diskussion waren unter anderem Crowdsourcing, mobile Arbeit und die Veränderung von Bürotätigkeiten infolge der zunehmenden Digitalisierung.

Von den Vorteilen des technischen Fortschritts sollen aber nicht nur Arbeitgeber profitieren. Deswegen müssen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer genau hinschauen und die Chancen dieser Entwicklungen für sie rechtzeitig wahrnehmen und den Wandel mit gestalten.

04.05.2015 |

Gemeinsame Erklärung zum Neonazi- Überfall in Weimar

Gewalt und Hetze haben in Thüringen keine Platz

Der Ministerpräsident von Thüringen Bodo Ramelow, die stellvertretende Ministerpräsidentin Heike Taubert, die zweite Stellvertreterin des Ministerpräsidenten Anja Siegesmund, die Vorsitzenden der Landtagsfraktionen von CDU, DIE LINKE, SPD und Bündnis 90/Die Grünen, Mike Mohring, Susanne Hennig-Wellsow, Matthias Hey und Dirk Adams, sowie der stellvertretende Vorsitzende des DGB-Bezirks Hessen-Thüringen, Sandro Witt, erklären gemeinsam zu den Vorfällen am Rand der Weimarer Mai-Kundgebung‎:

„Der Überfall von Neonazis auf eine Mai-Kundgebung ist ein Vorfall, der uns empört und erschüttert. Wir begrüßen die Festnahme von 29 Verdächtigen und sind zuversichtlich, dass der Vorfall vollständig aufgeklärt wird. Unsere Solidarität gilt den Angegriffenen. Wir wünschen vor allem den Verletzten schnelle Genesung.

Dieser Überfall ist ein Angriff auf die gewerkschaftliche Tradition, am Tag der Arbeit für die Rechte der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer auf die Straße zu gehen, und auf die demokratische Meinungsfreiheit aller friedlichen Bürgerinnen und Bürger. Wir stellen der Gewalt der rechtsextremen Hetzer die Gemeinsamkeit und Entschlossenheit der Demokratinnen und Demokraten entgegen. Gewalt und Hetze jeder Art haben in Thüringen keinen Platz, nicht am 1. Mai und an keinem anderen Tag. Wir werden auch weiter immer dann gemeinsam Widerstand leisten, wenn die Feinde der Demokratie unsere Freiheit bedrohen.“

01.05.2015 |

Kundgebungen am 1. Mai

Die Arbeit der Zukunft gestalten wir!

Gute Arbeit hat ihren Preis und braucht faire Bedingungen, sagte IG Metall Bezirksleiter Armin Schild vor über 1000 Menschen auf der Maikundgebung in Darmstadt. Er forderte mehr Investitionen in Realwirtschaft und Infrastruktur statt in Finanzmärkten und Börsenspekulation. „Die Gewinne von heute, sind die Investitionen von morgen und die Arbeitsplätze von übermorgen.“ Der Wirtschaftsstandort Deutschland stünde vor großen Herausforderungen.  "Die Arbeit der Zukunft gestalten wir", rief er den Zuhörern zu.

Ausschreitungen
Zu Auss
chreitungen kam es auf der Mai-Kundgebung in Weimar

Rechtsxtremisten stürmten die DGB Kundgebung. Es kam zu Verletzten. Die Polizei nahm 29 Nazis fest. Armin Schild verurteilte die Übergriffe scharf. "Ausgerechnet vor den Toren von Buchenwald darf sich der braune Mob nicht breit machen. Hier muss endlich der Verfassungsschutz und die Behörden mit aller Entschiedenheit einschreiten. Alle Demokraten müssen jetzt gemeinsam und couragiert gegen Rechtsextremisten vorgehen."

Sonderabgabe für Kohlestrom

Gemeinsame Erklärung der VhU, IG BCE und IG Metall

Frankfurt am Main. Die vom Bundeswirtschaftsministerium vorgeschlagene Verteuerung des Strompreises durch eine nationale Sonderabgabe für Kohlekraftwerke stößt auf Kritik von Unternehmen und Gewerkschaften in Hessen. Sie sehen in dem vom Bundeswirtschaftsministerium geplanten sog. ‚Klimabeitrag‘ eine „Gefahr für stromintensive Industriebetriebe und zehntausende Arbeitsplätze in Deutschland.“

Mehr dazu in der gemeinsamen Pressemitteilung.

27.04.2015 |

Tarifverhandlungen des KFZ-Handwerks Hessen

Ein Magerangebot der Arbeitgeber

Die erste Verhandlungsrunde für die Beschäftigten im Kfz-Handwerk Hessen blieb ohne Ergebnis. Die Arbeitgeber legten lediglich ein nicht akzeptierbares Magerangebot auf den Tisch. Die Verhandlungskommission der IG Metall bekräftigte die Forderung nach 5,5 Prozent mehr Entgelt bei zwölf Monaten Laufzeit.

Mehr zu den Verhandlungen gibt es im Flugblatt.

21.04.2015 |

Video zum Warnstreik bei Faurecia online

„Wir wollen endlich eine Zukunft nach 2016 haben – 2025 unser Ziel“

Am 17.04. legte die Belegschaft von Faurecia in Scheuerfeld ihre Arbeit nieder um die Zukunft ihres Standortes zu sichern- und dies mit durchschlagendem Erfolg. Von 9 Uhr am Freitag bis um 6 Uhr am Samstag ging bei dem Autozuliefererbetrieb gar nichts mehr, dass auch die Fließbänder bei den belieferten Firmen Opel und Mercedes zum Stillstand kommen war nur noch eine Frage von Stunden. Schließlich gab die Geschäftsleitung dem Druck der Metaller und Metallerinnen nach und unterschrieb eine Absichtserklärung das Werk bis mindestens 2025 erhalten zu wollen. Ein Erfolg von großer Bedeutung nicht nur für die Arbeiter und Arbeiterinnen bei Faurecia, sondern auch für die gesamte Region Betzdorf. „Nur aktive Beteiligung und Solidarität der 90 % organisierten Belegschaft  schafft Zukunft für Industriearbeitsplätze“ erklärte IG Metall Verhandlungsführer Uwe Zabel (IG Metall Bezirksleitung Mitte) „Arbeitsplätze erhalten ist besser als jede Abfindung“

Das sehr eindrucksvolle und gut gemachte Video lässt sich hier anschauen.

04.04.2015 |

Gewerkschaftliche Bildungsarbeit in Schulen

Projekt Beruf.Bildung.Zukunft erreicht 2222 Schüler

Frankfurt. Junge Auszubildende, die gerade erst in die Betriebe gekommen sind wissen oft wenig über ihre Rechte als Arbeitnehmer, über Interessenvertretungen und Tarifverträge. Wenn sie dann erste Kontakte zu den Gewerkschaften aufbauen und über ihre Rechte aufgeklärt werden ist es schon zu spät. Der Ausbildungsvertrag ist unterschrieben und die grundlegenden Weichen für das Berufsleben sind gestellt. Daher setzt das Projekt Bildung. Beruf. Zukunft. mit seiner Bildungsarbeit bereits viel früher an. „Unser Ziel ist es, für allgemeinbildende Schulen eine Brücke von der Schule in die Arbeitswelt zu schlagen“ so Projektleiter Jan Laging. „Dass wir nun schon den 2222. Schüler mit unserem Angebot erreichen zeigt wie wichtig solche Angebote für junge Menschen sind.“

Mittlerweile konnten rund 50 ehrenamtliche Referenten und Referentinnen in den Verwaltungsstellen qualifiziert werden, um in den Schulen gewerkschaftliche Aufklärungsarbeit zu betreiben und die Jugendlichen über ihre Rechte im Arbeitsleben zu informieren. Die überwiegend positiven Rückmeldungen der Schülerinnen und Schüler bestätigen die Notwendigkeit eines solchen Bildungsangebots und sind ein großer Ansporn für die ehrenamtlichen Helfer ihre gute Arbeit weiterzuführen.

27.03.2015 |

Bosch Thermotechnik in Lollar

Zukunftstarifvertrag bei Bosch Thermotechnik abgeschlossen

Nach über zwei Jahren Verhandlungen bei Bosch Thermotechnik zwischen dem Betriebsrat und der Geschäftsführung konnte nun ein Zukunftstarifvertrag zur Beschäftigungssicherung abgeschlossen werden.

Eckpunkte des Tarifvertrages sind: Eine Beschäftigungssicherung - insbesondere für die gewerblichen Arbeitsplätze in der Gießerei - bis ende 2023, die Tarifbindung der in eine eigene GmbH der BoschGruppe umzuwandelnden Gießerei, eine zu investierende Summe von 11 Mio. Euro, die Absicherung der Ausbildung und die Absicherung der monatlichen Entgeltbestandteile.

Im Gegenzug verzichtet die Belegschaft auf die Erfolgsbeteiligung während der Laufzeit des Tarifvertrages und nimmt gegebenenfalls die Verschiebung der nächsten Tariferhöhungen um bis zu 12 Monate in Kauf.

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27.03.2015 |

Positionspapier des Bezirksjugendausschusses zu Pegida

Für eine solidarische Gesellschaft!

Nationale Abschottung und fremdenfeindliche Bewegungen wie PEGIDA und ihre regionalen Ableger wollen das Rad der Geschichte zurückdrehen. Gerade durch Medien, wie beispielsweise die Springer-Presse, aber auch „neutrale" Sendungen des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, werden Themen gesetzt, die bspw. PEGIDA aufgreift. Dadurch wird eine Grundlage geschaffen, um Fremdenhass und -angst weiter in die Gesellschaft zu tragen und in ihr zu festigen. Auch die Besuche hochrangiger Politiker/-innen werten PEGIDA auf und stärken die Wahrnehmung in den Medien und damit auch in der Öffentlichkeit. PEGIDA belastet das Zusammenleben in unserer Gesellschaft. Wer mit diffusen Ängsten spielt, Intoleranz predigt oder Fremdenfeindlichkeit schürt, für den hat die IG Metall kein Verständnis.

Mehr dazu im Positionspapier.

25.03.2015 |

Elco Europe GmbH

Union Buster gestoppt

Nach dem einstündigen Warnstreik der Elco Belegschaft  erklärte die Geschäftsführung von Elco, das sie den „union buster Anwalt“ Schreiner aus Attendorn gefeuert hat und sich nun vom Arbeitgeberverband vem vertreten lässt. Seit 4 Wochen waren die Anwälte im Betrieb und versuchten Tarifbewegung und Betriebsrat systematisch „fertig“ zu machen. „Da sind sie gleich an der Solidarität der Belegschaft gescheitert“ erklärte IG Metall Verhandlungsführer Uwe Zabel (Bezirksleitung Mitte). Es käme auf die sofortige Reaktion in solchen Fällen in den ersten 24 Stunden an. „Wenn es einen Pokal geben würde für Union Buster Besieger, die Belegschaft von Elco hätte ihn verdient“ freute sich IG Metall Bezirksleiter Armin Schild über die aktive Verteidigung von Demokratie und Tarifvertrag im Betrieb durch Elco Belegschaft. „Nur durch aktives und sofortiges gemeinsamen Handelns von Betriebsrat, IG Metall und Belegschaft können derartige Methoden der „Anwälte des Schreckens“ aus den Betrieben herausgehalten werden. Die IG Metall Mitte wird dies niemals dulden und akzeptieren“.

Ein Video zu diesem Thema könnt ihr euch hier anschauen, ebenfalls sei noch auf eine Studie der Otto-Brenner-Stiftung zu diesem Thema hingewiesen.

Erster Erfolg der Solidarität – 1 € mehr die Stunde

Warnstreik bei der Elco Europe GmbH

Der Warnstreik der Elco Europe Belegschaft in Betzdorf hat den ersten Erfolg. Die amerikanische Konzernführung des Automotiv Zulieferers von Conti, Siemens und Bosch aus Betzdorf zahlt nach dem Warnstreik der Belegschaft an der sich 90 % der 250 Beschäftigten 1 € Stunde mehr für April und Mai. Gleichzeitig gehen die Tarifverhandlungen weiter. „Ein erster Erfolg der Solidarität. Wir werden freiwillig während der Verhandlungen Friedenspflicht halten, bereiten uns aber auf einen unbefristeten Arbeitskampf vor, falls die Verhandlungen scheitern“ erklärte IG Metall Verhandlungsführer Uwe Zabel von der Bezirksleitung Mitte. „Die Elco Belegschaft ist jetzt hochgradig organisiert. So haben wir auch Tarif Macht und sind stark im Betrieb. Während des Warnstreiks stand die komplette Produktion total still.“ freut sich der 1. Bevollmächtigte der IG Metall Betzdorf über den Teilerfolg des bisherigen Kampfes.

Ein Video des Streiks könnt ihr euch hier anschauen.

Tarifrunde der textilen Dienste

Sauberkeit hat ihren Preis!

Am 12. März 2015 versammelten sich Kolleginnen und Kollegen der Tarifkommission Textile Dienste um über die anstehende Tarifrunde 2015 zu beraten. Es wurde einerseits beschlossen, die laufenden Tarifverträge zu kündigen, andererseits wurden Forderungen für die Tarifrunde beschlossen. Die Kolleginnen und Kollegen wollen mehr Geld: Konkret 5 % Erhöhung der Entgelte und Ausbildungsvergütungen bei einer Laufzeit von 12 Monaten, gleichzeitig wollen sie die Weiterführung des Altersteilzeittarifvertrages und nach 25 Jahren Wiedervereinigung weitere Angleichungsschritte der Ost-Tarifverträge an die des Westens. Erste betriebliche Aktionen sind in Planung.

08.03.2015 |

Internationaler Frauentag

Entgeltgleichheit und Vereinbarkeit sind wichtige Zukunftsthemen in den Betrieben

Frankfurt. Faire Aufstiegschancen für Frauen, Entgeltgerechtigkeit, Vereinbarkeit von Familie und Leben – das sind wichtige Themen, die Frauen in den Betrieben und in der IG Metall bewegen. Die Einführung der Frauenquote ist ein wichtiges Signal, weitere Schritte zur gerechten Teilhabe von Frauen im Arbeitsleben zu unternehmen. In den Unternehmen muss die Entgeltpraxis überprüft und so gestaltet werden, dass weder Männer noch Frauen benachteiligt werden.
 
Noch immer werden Frauen häufig unterhalb ihrer Qualifikation beschäftigt. 20,5 % aller Frauen mit einem Berufsabschluss arbeiten im an- und ungelernten Bereich. In keinem anderen europäischen Land ist das Lohngefälle zwischen Frauen und Männern so groß wie in Deutschland. Laut einer Studie der OECD verdienen vollzeitbeschäftigte Frauen durchschnittlich 21,6 Prozent weniger als ihre männlichen Kollegen.
 
Betriebsräte und Gewerkschaften haben in den Betrieben Überblick über die Entgelt – und Arbeitszeitunterschiede. Sie können für viele Arbeitnehmerinnen Transparenz herstellen.

In der Fotogalerie haben wir einige Statements von Metallerinnen zum Thema zusammengestellt.

06.03.2015 |

Gegen unwürdige Arbeitsbedingungen

Hotline zum Mindestlohn

Eine mit 86 Prozent sehr große Mehrheit der Deutschen hält die Einführung des gesetzlichen Mindestlohns für richtig. Das ergibt eine repräsentative Umfrage von infratest dimap im Auftrag des DGB. Der DGB hat von Anfang an eine ganze Reihe von Ausnahmen kritisiert, die das Gesetz nun beinhaltet und auch die Kontrollen erschweren werden. Um nicht der Willkür der Arbeitgeber ausgeliefert zu sein ist es wichtig seine Rechte zu kennen. Daher wollen wir hier auf die Mindestlohnhotline des DGB hinweisen (Telefonnummer zum Ortstarif: 0391/4088003//Mo-FR: 7-20 Uhr, Sa: 9-16 Uhr). Außerdem sind unter http://www.mindestlohn.de/hintergrund/faq/ die Antworten auf die am häufigsten gestellten Fragen nachzulesen.

25.02.2015 |

Tarifergebnis in der Mittelgruppe

3,4 % mehr Geld, Alters- und Bildungsteilzeit

Frankfurt. 3,4 Prozent mehr Geld, Verbesserungen bei der Altersteilzeit und der Einstieg in eine neue Bildungsteilzeit für die Betriebe der Metall- und Elektroindustrie in Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland. Das ist das Tarifergebnis, das am Mittwoch zwischen IG Metall und den Arbeitgebern der Mittelgruppe erzielt wurde. Die Tarifkommission wird am Freitag über das Tarifergebnis abstimmen.

IG Metall Bezirksleiter und Verhandlungsführer Armin Schild, erklärte: „Mit dem Tarifergebnis hat die IG Metall zu allen drei Elementen ihres Forderungspaketes drei gute Ergebnisse erzielt. Der Druck von 120.000 Warnstreikenden im Bezirk hat die Arbeitgeber offenbar beeindruckt. Das Tarifergebnis sichert vor allem in den qualitativen Elementen einen Einstieg in ein neues Verständnis von Flexibilität der Arbeitszeit, die wir mittelfristig  weiter voranbringen wollen. Die 3,4% sind einfach gut. Alle reden davon, dass in Deutschland Tarifentgelte steigen sollen. Die IG Metall macht das und stellt damit die Beteiligung der Beschäftigten, am Erfolg, den sie selbst erwirtschaftet haben, sicher. Das ist ein deutliches reales Plus und ein Erfolg der IG Metall.“

Eine detailliertere Aufstellung der Ergebnisse gibt es in der Medieninformation.

24.02.2015 |

Tarifverhandlung für die Mittelgruppe am 25. Februar

IG Metall will Verhandlungsergebnis 1:1 übertragen

Frankfurt. Die IG Metall im Bezirk Mitte will das Verhandlungsergebnis, das in der Nacht für Baden-Württemberg gefunden wurde, am morgigen Mittwoch in einer Tarifverhandlung auch für die Betriebe der Metall- und Elektroindustrie in Hessen, Rheinland-Pfalz und das Saarland übertragen.

IG Metall Bezirksleiter und Verhandlungsführer Armin Schild, erklärte: „Mit dem Tarifergebnis in Baden-Württemberg hat die IG Metall zu allen drei Elementen ihres Forderungspaketes drei gute Ergebnisse erzielt. Der Druck von 850.000 Warnstreikenden bundesweit und 120.000 im Bezirk Mitte hat die Arbeitgeber beeindruckt. Nur durch diesen Druck ist es gelungen, einen Pilotabschluss zu erreichen, der sich sehen lassen kann. Wir wollen diesen Abschluss bis zum Ende dieser Woche ohne Abstriche auf die Tarifgebiete der Mittelgruppe und nach Thüringen übertragen." Mehr dazu in der Medieninformation.

23.02.2015 |

Verhandlungsbegleitende Aktionen

Schild: „Wir sind für Urabstimmung und Arbeitskampf gerüstet“

Frankfurt. „Wenn in Baden-Württemberg am Montag kein Ergebnis erzielt wird, werden am Freitag unser Tarifkommissionen zusammenkommen, um über die Einleitung einer Urabstimmung im Bezirk Mitte zu beraten“, erklärte IG Metall Bezirksleiter Armin Schild einen Tag vor der entscheidenden Verhandlungsrunde in Böblingen.Nun läuft die Zeit ab und es muss eine Lösung her. Die Arbeitgeber der Mittelgruppe und der VMET in Thüringen haben bislang Zukunftsverweigerung betrieben. Ich fordere sie auf, einen Pilotabschluss in Baden-Württemberg konstruktiv zu begleiten und die Übertragung eines möglichen Ergebnisses nach Hessen, Rheinland-Pfalz, dem Saarland und Thüringen schnellstmöglich zu gewährleisten. Die IG Metall im Bezirk Mitte ist für eine Urabstimmung und einen Arbeitskampf gerüstet.“

Begleitend zum vierten Verhandlungstermin in Baden-Württemberg, wird auch die IG Metall im Bezirk Mitte mit Warnstreiks den Druck auf die Verhandlungen erhöhen. Die Bilder sind vom Autokorso der Aufzugmonteure zum Arbeitgeberverband und der Kundgebung vor Ort von heute morgen.

20.02.2015 |

Schild: „Es muss ein akzeptables Angebot vorgelegt werden, um den Tarifkonflikt zu lösen“

Warnstreiks im Vorfeld der Verhandlungen erhöhen Druck

Frankfurt. Vor dem vierten Verhandlungstermin in Baden- Württemberg in der Tarifauseinandersetzung in der Metall- und Elektroindustrie haben auch am heutigen Freitag rund 6.000 Beschäftigte an Warnstreiks in Hessen und Rheinland- Pfalz teilgenommen. In Kaiserslautern haben an einer gemeinsamen Kundgebung auf dem Schillerplatz etwa 2.200 Beschäftigte teilgenommenund in Herborner Marktplatz haben etwa 1.770 Beschäftigte mit einer gemeinsamen Kundgebung auf eine Lösung des Tarifkonfliktes gedrängt. Auch in Speyer haben rund 1.500 Beschäftigte aus 12 Betrieben in einer gemeinsamen Kundgebung nachdrücklich gezeigt, dass nun eine Lösung des Tarifkonfliktes her muss. Seit Beginn der Tarifauseinandersetzung haben sich bisher über 100.000 Beschäftigte im IG Metall Bezirk Mitte an den Warnstreiks beteiligt. Am Nachmittag werden weitere Warnstreikaktionen folgen. Unter anderem werden bei Daimler in Wörth über tausend Beschäftigte erwartet.

20.02.2015 |

VMET mauert sich ein

Angleichung? Auch nach 25 Jahren Fehlanzeige!

Die Angleichung der betrieblichen Sonderzahlung (Weihnachtsgeld) in Thüringen an die Tarifgebiete Sachsen, Brandenburg und Hessen ist ein großes Thema in den Thüringer Betrieben. Bei einem Spitzengespräch zwischen VMET und IG Metall am 19. Februar wollte die IG Metall endlich Klarheit und legte ein umfangreiches Lösungspaket vor. Mehr dazu in der Kurzinfo.

 

 

Aufruf für ein gerechtes und soziales Europa

Griechenland nach der Wahl − Keine Gefahr, sondern eine Chance für Europa

Der politische Erdrutsch in Griechenland ist eine Chance nicht nur für dieses krisengeschüttelte Land, sondern auch dafür, die Wirtschafts- und Sozialpolitik der EU grundsätzlich zu überdenken und zu korrigieren. Der IG Metall Vorsitzende Detlef Wetzel, der DGB Vorsitzende Reiner Hofmann und Armin Schild, Bezirksleiter des IG Metall Bezirks Mitte zählen zu den Erstunterzeichnern eines Aufrufs, der ab sofort unterstützt werden kann. Hier geht’s zur Homepage:"

 

 

http://europa-neu-begruenden.de/

Zuwanderer sind in Thüringen willkommen

Gemeinsame Erklärung von VMET und IG Metall

Die Arbeitgeber des Verbandes der Metall- und Elektro-Industrie in Thüringen (VMET) und die IG Metall sprechen sich in einer gemeinsamen Erklärung für Zuwanderung von ausländischen Mitbürgern aus. "VMET und IG Metall bekennen sich zu einer offenen Gesellschaft, in der es keinen Platz für Extremismus und Intoleranz geben darf", sagten Dr. Harald Bruhn, VMET-Verhandlungsführer, und Armin Schild, IG Metall Bezirksleiter und Verhandlungsführer, am Mittwoch in Arnstadt. Die gesamte Erklärung lässt sich hier anschauen.

Tarifbewegung in der Metall- und Elektroindustrie Thüringens

2. Warnstreik in Mittelthüringen bei N3 in Arnstadt erfolgreich

Erfurt. Die IG Metall Erfurt hatte am Mittwoch, dem 21. Januar 2015, die Beschäftigten der Frühschicht von N3 Engine Overhaul Services in Arnstadt um 14:00 Uhr zum Warnstreik im Rahmen der Tarifbewegung für die Metall- und Elektroindustrie 2015 aufgerufen. Damit setzte sie ihre Aktivitäten nach dem erfolgreichen Auftakt vom vergangenen Freitag in Weimar fort. Dem Aufruf folgten mit 120 Kolleginnen und Kollegen nahezu alle gewerblichen Beschäftigten. Beschäftigte der Spätschicht schlossen sich dem Warnstreik an. In der Triebwerksaufbereitung ruhten die Tätigkeiten für ca. eine Stunde.

mehr dazu in der Medieninformation.

Schockstarre der Arbeitgeber

Warnstreiks begleiten erste Tarifverhandlung in Thüringen

Arnstadt. Die erste Tarifverhandlung für die rund 20.000 Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie in Thüringen endete am Mittwoch in Arnstadt nach zwei Stunden mit einer grundsätzlichen Ablehnung der IG Metall-Forderungen durch die Arbeitgeber und ohne jede weitere Annäherung. Ein neuer Verhandlungstermin wurde für den 29. Januar in Eisenach vereinbart. Vor dem Verhandlungslokal fanden sich am Morgen rund 300 Metallerinnen und Metaller ein und unterstützten die IG Metall-Forderung nach einer Erhöhung der Entgelte um 5,5 Prozent, verbesserte Regelungen zur Altersteilzeit und eine tarifliche Bildungsteilzeit. Mehr in der Medieninformation und der Kurzinfo:

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IG Metall Kampagnen

Bild zum Thema Die Kampagnen der IG Metall (Link auf igmetall.de)

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