IG Metall Bezirk Mitte
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21.10.2017, 03:10 Uhr

Lebensrealitäten und familienpolitische Erwartungen von Frauen zwischen 18 und 40 Jahren

02.08.2016

Frauen wollen Lohngerechtigkeit, Gleichstellung im Berufsleben sowie bessere und kostenlose Kinderbetreuung

Liebe Kolleginnen,

wir möchten Euch auf eine aktuelle Studie der Friedrich–Ebert-Stiftung hinweisen, die die Lebensrealitäten und familienpolitischen Erwartungen von Frauen zwischen 18 und 40 Jahren untersucht hat.

Die Wissenschaftler vom DELTA-Institut für Sozial- und Ökologieforschung sind im Auftrag der FES folgenden Fragen nachgegangen:

·         Was halten junge Frauen eigentlich von der Familien- und Gleichstellungspolitik?

·         Wo sind die Berührungspunkte in ihrem Alltag und wo sehen sie politischen Handlungsbedarf? 

Trotz vieler Verbesserungen sehen junge Frauen die Gleichstellung der Geschlechter noch lange nicht erreicht! Nur eine von zehn sieht die Gleichstellung von Männern und Frauen in Deutschland voll und ganz realisiert. Mit der Geburt von Kindern befürchten junge Frauen einen Rückfall in traditionelle Geschlechterrollen. Den Hauptgrund hierfür sehen sie in der fehlenden Lohngerechtigkeit, die Männer und Frauen für gleichwertige Tätigkeiten unterschiedlich entlohnt.

Junge Frauen kritisieren eine mangelnde Familienfreundlichkeit und fordern mehr Flexibilität bei den Arbeitszeiten. Mehrheitlich streben sie eine Arbeitszeit zwischen 30 und 35 Stunden an.

Geschichte der Gleichberechtigung in Deutschland

Gleichberechtigung in Deutschland

  • 1900: Frauen dürfen in Preußen frei studieren.      
  • 1919: In der Verfassung der neuen Weimarer Republik erhalten Frauen erstmals das volle aktive und passive Wahlrecht.      
  • 1933–1945: Die Nazis schaffen das passive Wahlrecht für Frauen wieder ab und drängen sie zurück an den Herd, schicken sie dann im Zweiten Weltkrieg dann doch wieder für die Rüstungsproduktion in die Fabriken.      
  • 1949: Die Gleichberechtigung wird im Grundgesetz der BRD und in der Verfassung der DDR festgeschrieben.      
  • 1955: Das Bundesarbeitsgericht verbietet die sogenannten Frauenlöhne, die Abschläge bis zu 25 Prozent vorsahen.      
  • 1958: Gleichberechtigungsgesetz: Ende männlicher Vorrechte in der Ehe. Bis dahin konnte der Ehemann über die Einkünfte der Ehefrau verfügen und sogar ihre Arbeit fristlos kündigen. Aufhebung des Lehrerinnen-Zölibats.      
  • 1976: Der Nachname der Frau kann als Familienname gewählt werden.      
  • 1977: Ende der gesetzlichen Aufgabenteilung in der Ehe.      
  • 1979: Letzte väterliche Vorrechte des Ehemanns bei der Kindererziehung werden abgeschafft.      
  • 1994: Zweites Gleichberechtigungsgesetz: Förderung von Frauen, Vereinbarkeit Familie und Beruf, Schutz vor sexueller Belästigung am Arbeitsplatz.      
  • 1997: Die Vergewaltigung in der Ehe wird strafbar, zunächst allerdings nur auf Antrag der Frau, erst seit 2004 als Offizialdelikt von Amts wegen verfolgt.

Bundesweite Frauenkonferenz in Willingen

24.07.2015 An der Frauenkonferenz in Willingen nahm auch der bezirkliche Frauenausschuss Mitte teil.

 

 

 

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