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150 bei Autokorso für GE Grid-Standort: IG Metall fordert Gespräche über alternatives Konzept

  • 18.08.2020
  • Aktuelles, Bildergalerie, Betriebspolitik, Betriebliche Konflikte

Kassel – Rund 150 Beschäftigte von GE Grid in Kassel haben am Freitag für die Erhaltung ihres Produktionsstandorts an einem Autokorso teilgenommen. Sie fuhren vom Werk in der Lilienthalstraße über die Unterneustadt auf den Messeplatz. Dort gab es eine Kundgebung mit dem Ersten Bevollmächtigten der IG Metall Nordhessen, Oliver Dietzel, und dem Vorsitzenden des Betriebsrats, Benjamin Heinicke.

Dietzel rief die Führung des Konzerns General Electric dazu auf, die Vorschläge des Betriebsrats aufzunehmen und in Gespräche über eine Neustrukturierung des Werks einzutreten. "Das Management wäre gut beraten, die hervorragende Expertise in Kassel nicht über Bord zu werfen", sagte er. "Das alternative Konzept des Betriebsrats ist fundiert und weist einen guten Weg", sagte er. Der Vorsitzende des Betriebsrats, Benjamin Heinicke, wies auf die Unterstützung durch die hessische Landesregierung hin. "Wir sind dankbar für die klaren Worte aus Wiesbaden und wir hoffen, dass die Führungsetage von GE sich diese klaren Worte zu Herzen nimmt und umdenkt", sagte er. Ihre Unterstützung für das Anliegen der Belegschaft zeigten in Grußworten zudem der Bundestagsabgeordnete Timon Gremmels, der Landtagsabgeordnete Wolfgang Decker sowie Gewerkschafter*innen von Volkswagen und Daimler.