IG Metall Bezirk Mitte
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06.06.2020, 18:06 Uhr

Medieninformation

Aktualisierte IG Metall-Umfrage

  • 24.04.2020
  • Aktuelles, Pressemitteilung, Betriebspolitik

Frankfurt am Main – Die IG Metall hat erneut die Situation in der Metall- und Elektroindustrie abgefragt. 904 Betriebe beteiligten sich an der Abfrage in Hessen, Rheinland-Pfalz, im Saarland und Thüringen. Davon gaben 661 Betriebe an, dass Kurzarbeit umgesetzt oder geplant sei.

Rund 49 Prozent der 661 Betriebe geben an, dass seit April kurzgearbeitet wird oder Kurzarbeit beantragt worden ist. Nahezu komplette Belegschaften sind in rund 44 Prozent der Betriebe in Kurzarbeit. In 20 Prozent der Betriebe wird mit einer Kurzarbeitsphase von bis zu 6, in knapp 25 Prozent mit einer Phase von mehr als 6 Monaten Kurzarbeit gerechnet. 

Insgesamt arbeiten rund 289.000 Menschen in Hessen, Rheinland-Pfalz, im Saarland und Thüringen kurz oder sind von Kurzarbeit bedroht. Das ist gegenüber der Befragung Ende letzten Monats ein deutlicher Anstieg. Damals waren im Bezirk rund 240.000 Beschäftigte in Kurzarbeit oder davon bedroht. Als Ursache für die Kurzarbeit werden weiterhin „Auftragseinbrüche“ bzw. „krisenbedingte“ Auftragsrückgänge bzw. „gestörte Lieferketten“ angegeben.

Jörg Köhlinger, Leiter des IG Metall Bezirks Mitte: „Die Metall- und Elektroindustrie ist weit davon entfernt flächendeckend hochfahren zu können. Die Gründe dafür sind vielfältig: teilweise fehlen Aufträge und Teile und teilweise können die Arbeits- und Gesundheitsschutzmaßnahmen nur für bestimmte Bereiche im Unternehmen umgesetzt werden. Es wird noch Wochen dauern bis wir eine annähernde normale Fahrweise in den Betrieben haben werden. Deshalb ist die stufenweise Erhöhung des Kurzarbeitergeldes ein sehr wichtiges Signal für die Beschäftigten.“

In Betrieben, in denen die Produktion jetzt wieder schrittweise anlaufe, so Köhlinger weiter, „muss sichergestellt werden, dass die Beschäftigten ausreichend gegen das Infektionsrisiko geschützt sind. Der Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz hat für die IG Metall oberste Priorität. Die Arbeitgeber müssen, wie es das Arbeitsschutzgesetz vorsieht, die nötigen Mittel und Instrumente für die Prävention bereitstellen.“

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