BETRIEBSRATSWAHLEN 2022

Auf Betriebsräte warten schwierige Aufgaben

  • 17.12.2021
  • Aktuelles

Zwischen März und Mai stehen wieder Betriebsratswahlen an. Die Transformation stellt Belegschaftsvertreter vor große Herausforderungen – besonders bei Automobilzulieferern.

Kathrin Vannini

Die Abhängigkeit vom Verbrenner ist das Problem. Die Beschäftig-ten wissen nicht, wohin die Reise geht. Es gibt kein Konzept für die Zukunft«, sagt Kathrin Vannini. Die Metallerin ist Betriebsrätin bei Federal Mogul am Standort Herdorf im Norden von Rheinland-Pfalz. 

Federal Mogul ist einer der großen Automobilzulieferer weltweit. Das amerikanische Unternehmen, es wurde vor drei Jahren vom US-Konzern Tenneco gekauft, hat zahlreiche Standorte in Deutschland, darunter Herdorf im strukturschwachen Westerwald. Das Werk lebt vom Verbrennermotor. Dort werden Zylinderkopfdichtungen sowie Hitze- und Akustikschilder hergestellt. Es ist ein Produktionsbetrieb mit circa 400 Beschäftigten, Vertrieb und Entwicklung werden am Federal Mogul-Standort in Burscheid in Nordrhein-Westfalen ausgeführt.  

Die Produktion der Hitze- und Akustikschilder ist auch an Standorten, die nicht in Deutschland liegen, möglich und könnte im schlimmsten Fall auch inem deutschen Werk entzogen werden. Bereits in der Vergangenheit hat es oft Verlagerungen gegeben«, sagt Kathrin Vannini.

Der Konzern hat sich entschieden, nicht aus dem Verbrennermotor auszusteigen und eine Versorgung für die nächsten 20 bis 30 Jahre zu garantieren, auch im Zuge der Ersatzteilversorgung. Die Produktion der Zylinderkopfdichtungen ist also langfristig gesehen wahrscheinlich ein aussterbendes Geschäft. Eine Strategie für den Umstieg in die Dekarbonisierung und zur Bewältigung der Transformation gibt es deshalb aktuell nicht – riskant für die Beschäftigten und den Standort. Vannini sagt: »In der Belegschaft ist die Verunsicherung groß, wie denn der US-Konzern zur Zukunft des Standorts steht.«

Den kompletten Artikel könnt ihr auf den Bezirksseiten der neuen Ausgabe von "metall" lesen.