IG Metall Bezirk Mitte
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11.12.2019, 22:12 Uhr

Kein ernstzunehmendes Angebot vorgelegt

Dritte Verhandlung: IG Metall Mitte ruft zu Warnstreiks auf

  • 28.04.2016
  • Tarif, Metall-/Elektroindustrie

Die IG Metall im Bezirk Mitte ruft zu ersten Warnstreiks auf. In den dritten Verhandlungen in der Metall- und Elektroindustrie haben die Arbeitgeberverbände für Hessen, Rheinland-Pfalz und das Saarland am heutigen Donnerstag bei den Verhandlungen in Frankfurt am Main ein neues Angebot vorgelegt.

Sie bieten nun eine Steigerung der Entgelte um insgesamt 2,1 Prozent an, aber verteilt auf zwei Stufen bei einer Laufzeit von 24 Monaten. Zusätzlich soll es eine „Wettbewerbskomponente“ von einmalig 0,3 Prozent geben, berechnet auf zwölf Monate. Darüber hinaus brachten sie eine weitergehende Differenzierung ins Gespräch.

Jörg Köhlinger, Bezirksleiter und Verhandlungsführer der IG Metall Mitte, bewertet dieses Angebot als nach wie vor völlig unzureichend: „Wir mussten leider zur Kenntnis nehmen, dass die Arbeitgeber der Mittelgruppe auch mit ihrem neuen Angebot keine ernstzunehmende Grundlage für Verhandlungen legen wollten. In Zeiten guter Profite bieten sie uns Magerkost an. Das ist verantwortungslos, wenn man eine konstruktive Lösung in Tarifverhandlungen sucht.“

Da eine Einigung ausblieb, ruft die IG Metall im Bezirk Mitte zu Warnstreiks auf. Die Friedenspflicht endet am 28. April 2016 um 24 Uhr, sodass ab 0 Uhr zu ersten Warnstreiks aufgerufen werden kann, um der Forderung Nachdruck zu verleihen.


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