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HITACHI-ABB: IG Metall erhebt Tarifforderungen zur Zukunftssicherung

  • 02.11.2020
  • Aktuelles, Betriebspolitik, Betriebliche Konflikte

Nachdem das Management von HITACHI-ABB auf das von der IG Metall geforderte Moratorium nicht eingegangen ist, haben die IG Metall-Mitglieder am heutigen Montag einstimmig im Rahmen einer Online-Mitgliederversammlung Tarifforderungen zur Zukunftssicherung des Standorts erhoben.

Dabei fordern die Gewerkschaftsmitglieder, dass sich das Unternehmen tarifvertraglich verpflichten soll, den Standort Hanau-Großauheim nicht vor dem 31.12.2023 zu schließen oder zu verlagern und mit den bisherigen Bereichen zu erhalten. Nach dem Willen der IG Metall, soll dieser Zeitraum dann genutzt werden, um einen gemeinsamen industriepolitischen Zukunfts-und Sozialdialog unter Beteiligung der Landesregierung, Kommune und Belegschaft für die Fortführung des Standorts Hanau-Großauheim zu entwickeln. Während dieser Zeit solle der Standort mit einer Mindestpersonalstärke von 380 Stellen aufrechterhalten werden und betriebsbedingte Kündigungen für Mitglieder der IG Metall ausgeschlossen sein. Die IG Metall hat unmittelbar nach dem Beschluss ihrer Mitglieder die Forderungen an das Unternehmen übermittelt und kurzfristig für den 6.11. und den 9.11. Verhandlungstermine angeboten.

Robert Weißenbrunner, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Hanau-Fulda: „Mit diesem Schritt verschärfen wir die Gangart in der Auseinandersetzung. Wir erwarten vom Unternehmen tarifvertragliche Zusagen zum Erhalt und der Weiterentwicklung des Standorts und sind bereit und in der Lage, diese auch im Wege von Arbeitsniederlegungen durchzusetzen. Mit den heute einstimmig von unseren Mitgliedern aufgestellten Tarifforderungen sind dafür die Grundlagen geschaffen worden.“