IG Metall Bezirk Mitte
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20.09.2019, 04:09 Uhr

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IG METALL ERZIELT NEUEN TARIF FÜR DAS TISCHLERHANDWERK IN HESSEN UND RHEINLAND-PFALZ

  • 09.09.2019
  • Aktuelles, Pressemitteilung

Erhöhung der Löhne und Gehälter in zwei Stufen Frankfurt am Main/ Bad Wildungen. Die IG Metall und der „Fachverband für Leben Raum Gestaltung Hessen/Rheinland-Pfalz“ haben in der vergangenen Woche Einigung über einen neuen Tarifvertrag erzielt. Fast 20.000 Beschäftigte im Tischlerhandwerk, Bestattungs- und Montagegewerbe erhalten auf dieser Grundlage in zwei Stufen deutliche Einkommenserhöhungen. Der Fachverband vertritt auf Arbeitgeberseite die Interessen von 3.100 Innungsbetrieben mit in Hessen über 6.000 und in Rheinland-Pfalz etwa 13.350 Beschäftigten.

Die Facharbeiterlöhne steigen in beiden Bundesländern zum 1. Oktober 2019 um 0,53 Euro pro Stunde auf  17,98 Euro (Hessen) und 17,21 Euro (Rheinland-Pfalz). Zum 1. Juli 2020 erhöhen sich die Stundenlöhne in einem zweiten Schritt um 0,46 Euro/Stunde auf dann 18,44 Euro in den hessischen und 17,67 Euro in den rheinland-pfälzischen Innungsbetrieben. Die Gehälter werden zu den gleichen Zeitpunkten analog erhöht. Prozentual ergeben sich damit zum 1. Oktober 2019 Erhöhungen um 3,2 Prozent in Rheinland-Pfalz und um 3,0 Prozent in Hessen sowie zum 1. Juli 2020 um 2,7 Prozent (Rheinland-Pfalz) und um 2,5 Prozent (Hessen). Die Ausbildungsvergütungen wurden bereits zum 1. Januar 2019 deutlich überproportional erhöht, und zwar auf 600,- Euro im ersten, 700,- Euro im zweiten und 800,- Euro im dritten Ausbildungsjahr.

Es wurde eine beiderseitige Erklärungsfrist bis zum 25. September 2019 vereinbart. Die neuen Tarifverträge sind erstmals wieder zum 31. Juli 2021 kündbar. Josef Windpassinger, Verhandlungsführer der IG Metall: „Die Beschäftigten im Tischlerhandwerk erhalten damit einen fairen Anteil am wirtschaftlichen Erfolg der Betriebe. Unser Abschluss bringt für alle Beschäftigten ein deutlich höheres Realeinkommen. Das ist ein wichtiger Beitrag, um das Handwerk attraktiv und zukunftsfähig zu machen. Davon wird die gesamte Branche profitieren.“


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