Aus den Regionen: IG Metall Nordhessen

Landesregierung setzt sich für GE Grid ein

  • 12.08.2020
  • Aktuelles, Bildergalerie, Betriebspolitik, Betriebliche Konflikte

Kassel – Die Hessische Landesregierung setzt sich für den Verbleib des Produktionsstandorts von GE Grid in Kassel ein. Das sagte Wirtschaftsminister Tarek Al Wazir am Dienstag nach einem Gespräch mit Standortleiter Carsten Willius, dem Vorsitzenden des Betriebsrats, Benjamin Heinicke, und dem Ersten Bevollmächtigten der IG Metall Nordhessen, Oliver Dietzel.

Das Foto "Besuch Al Wazir GE Grid" zeigt v.l.n.r. Falk Hoinkis (Gesamtbetriebsrat GE Grid), Benjamin Heinicke (Betriebsratsvorsitzender GE Kassel), Tarek Al Wazir (Wirtschaftsminister Hessen), Carsten Willius (Standortleiter GE Kassel) und Oliver Dietzel (1. Bevollmächtigter IG Metall Nordhessen).

Die rund 200 Arbeitsplätze in der Kasseler Produktion des Energietechnik-Herstellers sind akut gefährdet, seit der Mutterkonzern Verlagerungspläne bekannt gemacht hatte.„Wir begrüßen das Engagement der Landesregierung und wünschen uns, dass die Politik bei GE Grid genau hinschaut, weil ohne Not Arbeitsplätze in Nordhessen in Gefahr gebracht werden“, sagte der Erste Bevollmächtigte, Oliver Dietzel. Es sei jetzt dringend notwendig, dass die vom Betriebsrat vorgelegten alternativen Konzepte für den Produktionsstandort Kassel berücksichtigt werden. „Es ist im Eigeninteresse von GE, keine teure Verlagerung anzustoßen, wenn ein gutes Konzept Kassel profitabel machen kann“, sagte Dietzel. Zudem müsse GE der sozialen Verantwortung für die Beschäftigten nachkommen. 

„Die Unterstützung durch die Landesregierung ist für uns ein wichtiger Meilenstein beim Kampf um den Erhalt unserer Arbeitsplätze“, sagte der Betriebsratsvorsitzende Benjamin Heinicke. „Die Kolleginnen und Kollegen erwarten jetzt vom Unternehmen, dass es Geschäftsinteressen und Belegschaftsinteressen zusammengebracht und die Alternativkonzepte als Diskussionsgrundlage für eine gemeinsame Lösung genutzt werden“, sagte er. „Unsere Analyse hat ergeben, dass es keinen sinnvollen wirtschaftlichen Grund gibt, die Lichter hier auszuschalten – das muss auch in der Konzernzentrale verstanden werden.“

Autokorso am Freitagvormittag

Die Beschäftigten von GE Grid wollen mit dieser neuen Entwicklung im Rücken am Freitag (14.08.) erneut für Jobs und Standort auf die Straße gehen. Dafür startet um 10 Uhr ein Autokorso am Firmensitz in der Lilienthalstraße. Über den Leipziger Platz geht es dann zum Messeplatz, wo gegen 10.45 Uhr eine Kundgebung mit Oliver Dietzel und Benjamin Heinicke geplant ist.

Pedition gegen die Schließung des General Electric Produktionsstandortes Kassel

Fotos: Martin Sehmisch