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Musashi - Jetzt wird´s ernst!

27.11.2025 | Weiter keine Bewegung des Arbeitgebers - auch nicht in der Schlichtung. Stattdessen werden weiter die Rechte und Intersessen der Beschäftigten und deren VertreterInnen mit Füssen getreten. Besonders alamierend: Auch die Nahe-Standorte sind betroffen!

Als Voraussetzung für ein Angebot, soll die IG Metall vorab auf Urabstimmung und Streik verzichten. Unglaublich! Erst einmal sollen die Beschäftigten auf ihre Durchsetzungsfähigkeit verzichten, dann gibt´s vielleicht ein "Leckerlie". So läuft das aber nicht mit Metallerinnen und Metaller.

Im Vorfeld hat die Abeitgeberseite weiter Öl ins Feuer geschüttet: Im Werk Leinefelde in Thüringen werden seit Montagfrüh einigen Beschäftigten rechtswidrig untersagt, ihren Arbeitsplatz aufzusuchen. Den Kolleginnen und Kollegen der Frühschicht wurde ihr Arbeitsplatz mit rot-weißem-Absperrband abgesperrt. Zugang zu den Arbeitsplätzen hatten ab sofort nur noch Mitarbeiter einer Fremdfirma namens Talentixx. „Da wird im ostdeutschen Musashi-Standort in Leinefelde mitten durch den Betrieb eine Absperrung gezogen, um die Belegschaft rechtswidrig zu spalten. Den Kolleginnen und Kollegen wurde zudem der Zutritt zu ihren persönlichen Sachen im Spind untersagt. Das alles  strengstens überwacht durch externes Security-Personal. Ein klarer Verstoß gegen die Grundrechte der Betriebsverfassung und der Mitbestimmung“, berichtet Christoph Wiederhold, Betriebsratsvorsitzender im Werk Leinefelde. Betriebsrat und IG Metall werden sich jetzt rechtlich gegen die Maßnahmen der Geschäftsleitung wehren. „Die gewerkschafts- und betriebsratsfeindliche Strategie der Geschäftsleitung zielt klar darauf ab, die Kolleginnen und Kollegen in den Werken massiv einzuschüchtern. In den Werken verbreitet sich zunehmend Angst und Unsicherheit. Es ist erschreckend anzusehen, wie man bei Musashi gerade mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und deren Interessensvertretungen umgeht. Das Vertrauensverhältnis der Mitarbeitenden zur Geschäftsführung ist derzeit massiv gestört. Diese Vorgehensweisen zeigen aber auch, dass die Geschäftsführung an einer nachhaltigen und vernünftigen Lösung in der Schlichtung offensichtlich nicht interessiert ist. 

 

Aufsichtsrat aufgelöst

Mitten in der kritischen Phase der Schlichtung bestätigt ein Gericht die Auflösung des Aufsichtsrats.

Damit wird nochmals unterstrichen, was der Unternehmensleitung die Mitbestimmung im Betrieb bedeutet. Zu dem Vorschlag, einen fakultativen - also freiwilligen - Aufsichtsrat zu bilden, hat es nicht einmal Diskussionen gegeben. Im Zusammenhang mit dem sich ohnehin zuspitzenden Konflikt um den Transformations-, Zukunft- und Sozialtarifvertrag ist das ein verherendes Signal.

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