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Personalabbau bei BorgWarner Akasol gestartet- Leiharbeiter müssen gehen - IG Metall sieht Alternativen und fordert Umdenken

05.12.2025 | Während die Gespräche zwischen Betriebsrat und Arbeitgeber zum geplanten massiven Personalabbau noch andauern, werden schon erste Konsequenzen sichtbar. Aufgrund der gesunkenen Kundenabrufe zum Ende des Jahres wurden in einem ersten Schritt alle Leiharbeiter bei BorgWarner Akasol am Montag abgemeldet. Diese Fachkräfte fehlen nun an den hoch technologisierten Produktionslinien im Werk.

„Einige Kolleginnen und Kollegen hatten auf eine berufliche Perspektive bei uns gehofft. Nun herrschen Wut und Enttäuschung vor, so der Betriebsratsvorsitzende Bastian Wabnitz (BorgWarner Akasol GmbH).

Für die 60 betroffenen Kollegen ein harter Schlag in der Vorweihnachtszeit.

Seit Bekanntwerden der Personalabbaupläne finden intensive Gespräche statt um der Zukunftstechnologie der Batterien für Nutzfahrzeuge von BorgWarner Akasol eine Perspektive zu ermöglichen. BorgWarner Akasol steht an einem Punkt, an dem industrielle Zukunftstechnologie, gesellschaftliche Verantwortung und Daseinsvorsorge unmittelbar ineinandergreifen.

Als Hersteller hochleistungsfähiger Batteriesysteme trägt das Unternehmen eine Schlüsselrolle für die ökologische Transformation: Ohne innovative Energiespeicher gibt es keine resiliente Infrastruktur, keine nachhaltige Mobilität und keine stabile Energieversorgung der Zukunft. Diese Technologie ist nicht nur ein industrieller Wettbewerbsvorteil, sondern ein Baustein für Gemeinwohl und Demokratie – denn eine Gesellschaft, die ihre kritische Infrastruktur selbst beherrscht, bleibt handlungsfähig.

„Gerade in einer solchen Übergangsphase zeigt sich die Stärke des Sozialstaats. Instrumente wie die geplante verlängerte Kurzarbeit für 24 Monate sind genau für Situationen gedacht, in denen wirtschaftlich krisenhafte Unternehmen Zeit brauchen,um Technologien weiterzuentwickeln, neue Anwendungen zu erschließen und Geschäftsmodelle zu modernisieren. Es ist für uns völlig unverständlich und wir fordern die Verantwortlichen bei BorgWarner nachdrücklich auf, endlich alle Möglichkeiten zu ergreifen, um die Beschäftigten in Werk und Entwicklung an Bord zu halten, sagt Daniel Bremm, Geschäftsführer der IG Metall Darmstadt. „Die Einführung von Kurzarbeit kann uns wertvolle Zeit für den Übergang verschaffen."

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