IG Metall Bezirk Mitte
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20.09.2019, 03:09 Uhr

MEDIENINFORMATION

STREIKENDE BESCHÄFTIGTE AUS TRIER UND HORATH DEMONSTRIEREN IN BERLIN

  • 28.08.2019
  • Aktuelles, Betriebspolitik, Betriebliche Konflikte, Pressemitteilung

Gespräch mit Bundesarbeitsminister Hubertus Heil Trier/Horath/Berlin. Der Arbeitskampf der Belegschaften der H.E.S. GmbH in Trier und Horath, einer Tochter des RIVA-Konzerns, geht in der mittlerweile zwölften Streikwoche unvermindert weiter. Am heutigen Mittwoch demonstrierten knapp hundert Beschäftigte in Berlin. Auch Arbeitnehmer der Schwesterbetriebe in Brandenburg solidarisierten sich und kamen zur Kundgebung an den Alexanderplatz.

 „Solange das Management keine Kompromissbereitschaft zeigt, geht der Arbeitskampf natürlich weiter“, erläutert Jörg Köhlinger, Bezirksleiter der IG Metall im Bezirk Mitte. „Wir haben in den vergangenen Wochen mehrere Vorschläge gemacht, um zu einer Verhandlungslösung zu kommen. Die wurden vom Management sämtlich zurückgewiesen. Solange die Geschäftsführer nicht zu einer konstruktiven Lösung beitragen, wird der Streik weitergeführt werden“, sagte er bei der Kundgebung am Alexanderplatz.

Solidarität übten auch die 160 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Betriebsrätekonferenz Ost der IG Metall, die ebenfalls in Berlin stattfand, sie unterbrachen die Konferenz und nahmen an der Kundgebung der H.E.S.-Beschäftigten teil. Am Rande der Konferenz informierte sich auch Bundesarbeitsminister Hubertus Heil in einem Gespräch mit einer Delegation der Streikenden über die Situation. Anschließend sprachen er, Jörg Hofmann und Jörg Köhlinger zu der Kundgebung der Streikenden. Bereits am Vormittag hatte der Jörg Hofmann, Erster Vorsitzender der IG Metall, der Belegschaft die volle Unterstützung der IG Metall in dem laufenden Arbeitskampf ausgesprochen.

Ziel der H.E.S.-Beschäftigten ist die Anerkennung der Tarifverträge der Metall- und Elektroindustrie Rheinland-Rheinhessen. Die beiden Standorte in Trier und Horath gehören zum Stahlkonzern der RIVA-Gruppe, die in Brandenburg und Hennigsdorf weitere Standorte betreibt. Während in beiden Brandenburger Unternehmen die Tarifverträge der Stahlindustrie Ost gelten, gibt es in Trier und Horath keine Tarifbindung, die Löhne und Gehälter liegen hier 20 bis 30 Prozent unter dem Niveau der Tarifverträge der Metall- und Elektroindustrie.

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