Tarifrunde Holz und Kunststoff - IG Metall Mitte erhöht Druck auf die Arbeitgeber

12.01.2026 | Die Tarifverhandlungen der IG Metall mit den Arbeitgebern der holz und kunststoffverarbeitenden Industrie in Mitte haben bisher zu keiner Annäherung geführt. Die Arbeitgeber waren im vergangenen Jahr nicht bereit, ein angemessenes Angebot zu machen und den Tarifkonflikt zu beenden. Die IG Metall Mitte erhöht jetzt den Druck mit Warnstreiks und Aktionen.

Jan-Paul Grüner, Verhandlungsführer der IG Metall Mitte, kritisierte die Hinhaltetaktik der Arbeitgeber und die Erwartungen in der mittelständisch geprägten Branche nach einer Nullrunde. „Die Beschäftigten haben mit einem Verlust von Kaufkraft zu kämpfen. Fehlende Verdienst- und Entwicklungsmöglichkeiten sind die Hauptgründe, warum Menschen der Branche den Rücken kehren. Die Arbeitgeber sägen damit am Ast, auf dem sie sitzen. Es wäre an der Zeit, dass die Arbeitgeber aktiv werden und den Stillstand beenden.“

Die IG Metall fordert für die rund 10.00 Beschäftigten der Holz- und Kunststoffbranche eine Entgelterhöhung von 5 Prozent für 12 Monate und eine überproportionale Erhöhung der Ausbildungsvergütungen. Zudem fordert die IG Metall für die Beschäftigten in Thüringen einen Schritt in Richtung Angleichung der Entgelte an das Niveau in den westlichen Bundesländern.

Die dritte Tarifverhandlung in Rheinland-Pfalz findet am 27. Januar 2026 in Bad Dürkheim statt. In Hessen verhandelt die IG Metall am 29. Januar 2026 in Raunheim und für die Beschäftigten in Thüringen am 30. Januar 2026 in Erfurt.

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