02.02.2026 | Ohne Ergebnis ist am vergangenen Donnerstag den 29.01.2026 die dritte Verhandlungsrunde zu einem neuen Haustarif bei der TALLAG Saalfeld GmbH zu Ende gegangen. Nun erhöht die IG Metall den Druck auf den Arbeitgeber, die bisherige Vereinbarung ist zum 31. Dezember 2025 ausgelaufen.
„Nach drei Runden mit Schaulaufen ohne Entscheider und Ablenkungsmanövern auf Nebenschauplätzen reicht es uns: Entweder es gibt einen vierten Verhandlungstermin mit dem Geschäftsführer und endlich ein Angebot – oder wir bringen unsere Entschlossenheit vors Werktor“, so Gewerkschaftssekretär Christian Patho von der IG Metall Jena-Saalfeld. „Bei Millionengewinnen und einer guten Auftragslage spricht nichts gegen unsere Forderungen, bei der Angleichung an die Fläche mit Entgeltsteigerung und dem T-Zug jetzt weitere Schrtte zu gehen.“
Eine weitere Forderung ist es, die Mitbestimmung der Belegschaft zu stärken. Gerade in der TALLAG-Gruppe zeigt sich, dass die Belegschaft mit ihrer Expertise sehr wohl zu besseren Ergebnissen beitragen könnte. „Gerade mit Blick auf die ganze Gruppe ist es wichtig, die Saalfelder Dynamik nicht durch schwachen Abschluss zu bremsen. Ziel muss es sein, die anderen Standorte zu stärken – auch dazu stehen wir, wie seit Anfang 2022 angeboten, bereit!“
Die TALLAG Saalfeld GmbH – früher: Saalfelder Werkzeugmaschinen GmbH – ist eine Firma der Automobilzulieferindustrie mit ca. 270 Beschäftigten. Das traditionsreiche Unternehmen ist Teil der TALLAG Gruppe, die über eine Beteiligungsgesellschaft dem Land Thüringen gehört. Die Tallag-Unternehmen sind nicht Mitglied im Thüringer Arbeitgeberverband, mit dem die IG Metall im Herbst 2024 einen neuen Flächentarifvertrag abgeschlossen hat.