Betriebsversammlung bei CATL in Arnstadt

Verhalten des Regional President und Vorstandsmitglieds Zentgraf schockiert

02.12.2025 | Am 26. November fand eine Betriebsversammlung bei CATL in Arnstadt statt, auf der der Regional President Europe und Vorstandsmitglied, Matthias Zentgraf, diffamierende Aussagen über die IG Metall machte. Die IG Metall Erfurt ist schockiert über das Verhalten der Arbeitgeberseite, zumal im nächsten Jahr die Betriebsratswahlen anstehen.

Der Regional President hatte in seinem Vortrag implizit und in seiner Bildsprache der gezeigten Präsentation die IG Metall Erfurt als linksradikale Organisation dargestellt. Stellenweise wurde suggeriert, dass die IG Metall linksterroristisch sei. In diesem Zusammenhang fordert Zentgraf die Belegschaft auf, sehr genau zu überlegen, wem sie bei der anstehenden Betriebsratswahl 2026 ihre Stimme geben. Anlässlich des wahlbeeinflussenden Verhaltens und der diffamierenden Aussagen prüft die IG Metall Erfurt, ob rechtliche Schritte gegen den Regional President Europe und Vorstandsmitglied Zentgraf eingeleitet werden können.

Ilko Vehlow, Geschäftsführer der IG Metall Erfurt: „Offensichtlich hat der Regional President ein Problem mit demokratischen Entscheidungsprozessen. Der Versuch der Wahlbeeinflussung ist aber kein Kavaliersdelikt und die Diffamierung der IG Metall als linksextreme bzw. linksterroristische Organisation erst recht nicht. Bislang hatten wir den Eindruck, dass sich CATL von Tesla positiv abheben will. Das scheint jetzt vorbei zu sein.“

Bei den anwesenden Beschäftigten hatten die Ausführungen Zentgrafs zu Irritationen geführt. Sie hätten sich gewünscht, klarere Auskünfte über den Standort und die allgemeine Zukunft CATLs zu erhalten – insbesondere vor dem Hintergrund zweier sich im Bau befindlicher CATL-Werke in Saragossa und Debrecen sowie dem Verkauf eines erheblichen Anteils der auf dem Markt gelisteten Aktien durch den ehemaligen Vizevorsitzenden von CATL Huang Shilin.

(Pressemitteilung der IG Metall Erfurt)

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