IG Metall Bezirk Mitte
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28.02.2020, 08:02 Uhr

Medieninformation

ZUKUNFTSSICHERUNG BEI OPEL

  • 14.01.2020
  • Aktuelles

Frankfurt am Main / Rüsselsheim. – Opel sagt Investitionen in Modelle für eine langfriste Absicherung der Standorte zu. Vor diesem Hintergrund konnten die Arbeitnehmervertreter in einer ergänzenden Vereinbarung zum Zukunftstarifvertrag folgendes durchsetzen:

Der Kündigungsschutz wird um weitere zwei Jahre an allen drei Standorten verlängert. Betriebsbedingte Kündigungen sind damit bis Juli 2025 in Rüsselsheim, Kaiserslautern und Eisenach ausgeschlossen. Zudem werden alle derzeit rund 300 Auszubildenden in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis übernommen. Vor dem Hintergrund der technologischen Umbrüche wird Opel ein Qualifizierungs- und Weiterbildungsprogramm für Beschäftigte auflegen und damit auf die veränderten Qualifikationsanforderungen im Automobilbereich reagieren.

„Lange mussten die Beschäftigten auf die Zusage für den Astra und seiner elektrifizierten Derivate warten. Jetzt hat Opel endlich einen entscheidenden Teil des Zukunftstarifvertrags erfüllt. Damit können die Herausforderungen zukunftsorientiert und sozialverträglich angegangen werden“, so Jörg Köhlinger, Bezirksleiter des IG Metall-Bezirks Mitte.

Durch den Anlauf des neuen Astra ab 2021 einschließlich elektrifizierter Varianten wird eine zweischichtige Auslastung der Produktion zugesichert. Damit hat der Standort Rüsselsheim eine nachhaltige Perspektive über 2025 hinaus, zudem wird die bestehende Unterauslastung beseitigt. Die von Opel geplante Schließung des Teilelagers konnten die Arbeitnehmervertreter abwehren.

Dennoch plant Opel einen weiteren Abbau von Arbeitsplätzen. Bis Ende 2022 kann der Automobilhersteller noch einmal bis zu 2.100 Arbeitsplätze abbauen, dies kann aber nur sozialverträglich durch Vorruhestandsregelungen, Altersteilzeit oder freiwillige Aufhebungsvereinbarungen geschehen.

Sollte die Arbeitgeberseite danach weitere Personalreduzierungen vornehmen wollen, kann dies nur mit ausdrücklicher Zustimmung des Opel-Gesamtbetriebsrates und bei jeweiliger Verlängerung des Ausschlusses betriebsbedingter Kündigungen geschehen.

Derzeit sind an den Opel-Standorten knapp 15.000 Menschen beschäftigt.

Medieninformation

Michael Ebenau

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Uwe Stoffregen

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