02.03.2026 | Am 26. Februar fand nach der dritten erfolglosen Verhandlungsrunde der zweite, diesmal schichtübergreifende Warnstreik bei Riwald statt. Die Belegschaft folgte geschlossen dem Warnstreikaufruf der IG Metall und setzte ein deutliches Zeichen: Das bislang vorliegende Angebot des Arbeitgebers reicht bei Weitem nicht aus.
Kritik am Arbeitgeberangebot
Der stellvertretende Betriebsratsvorsitzende Andreas Kurth stellte klar, dass das aktuelle Angebot des Arbeitgebers vollkommen unzureichend sei.
Das Angebot umfasst bei einer Laufzeit von 27 Monaten eine zweimalige Entgelterhöhung von 1,9%, Einmalzahlungen sowie einen monatlichen steuerfreien Tankgutschein in Höhe von 50 Euro.
„Wir haben dem Arbeitgeber signalisiert, dass wir verhandlungsbereit sind. Aber das aktuelle Arbeitgeberangebot bei einer Forderung nach 8,5% mehr bei einer Laufzeit von 12 Monaten ist weit entfernt von dem, was die Beschäftigten benötigen und verdienen“, so Kurth weiter.
Deutliches Signal an die Arbeitgeberseite
Mit dem erneuten Warnstreik haben die Beschäftigten ein klares Zeichen gesetzt, betonte Philipp Nerger, Verhandlungsführer der IG Metall: „Der Arbeitgeber kann den Warnstreik gerne als Argumentationshilfe gegenüber seiner Konzernmutter ArcelorMittal verstehen, von der er sich Entgelterhöhungen genehmigen lassen muss. Klar ist auch, dass wir diese Argumentationshilfe in Zukunft auch noch deutlich verstärken können.“
Solidarität aus Speyer: PFW‑Delegation unterstützt die Riwald‑Belegschaft
Für besondere Stimmung sorgte eine Solidaritätsdelegation der PFW aus Speyer.
Markus Rummel, Vertrauenskörperleiter der PFW, richtete klare Worte an die Streikenden. Er betonte, wie wichtig betriebsübergreifende Solidarität ist und machte deutlich: „IG Metaller stehen zusammen – egal aus welchem Betrieb.“
Die nächsten Verhandlungen bei Riwald finden am 9. März statt.