08.09.2025 | Der Automobilzulieferer BorgWarner hat heute weitreichende Restrukturierungsmaßnahmen bekanntgegeben. Seit den frühen Morgenstunden werden die Beschäftigten im Bereich Battery Technology Center (BTC) und im Werk über das Ausmaß des vom Unternehmen geplanten Arbeitsplatzabbaus informiert.
Nach Angaben des Managements sollen bis Januar 2026 rund 40 Prozent der Stellen im Engineering-Bereich (BTC) sowie 45 Prozent der Arbeitsplätze im Werksbereich abgebaut werden. Aktuell sind im BTC rund 300 und im Werksbereich etwa 500 Menschen beschäftigt. Als Begründung nennt BorgWarner die angespannte Auftragslage bei Großkunden, wie Daimler Truck und Volvo, sowie die insgesamt angespannte Marktsituation.
„Die Mobilitätswende basiert im Automobilbereich auf elektrisch betriebenen Antrieben. Es ist insofern völlig unverständlich, dass im Bereich einer Zukunftstechnologie, wie der Batterieherstellung, massiv Arbeitsplätze abgebaut werden sollen. Das werden wir nicht einfach hinnehmen, wir erwarten von hochbezahlten Managern Zukunftskonzepte,“ so Jörg Köhlinger, Bezirksleiter der IG Metall Mitte.
Die geplanten Maßnahmen werden Betriebsrat und IG Metall nicht widerspruchslos hinnehmen. Die Spitzentechnologie aus der Darmstädter Universität, die vom Staat gefördert wurde, will BorgWarner jetzt abwickeln. Das ist nicht nur für die Beschäftigten ein Schlag ins Gesicht, sondern für die ganze Region Südhessen. Wir wollen den eingeschlagenen Zukunftsweg weitergehen werden dafür alles tun,“ so Daniel Bremm, Geschäftsführer der IG Metall Darmstadt.“
BorgWarner hatte 2021 den Batteriehersteller Akasol übernommen, der sich seitdem auf einem starken Wachstumspfad befand. Die heutige Ankündigung markiert eine Zäsur für die Entwicklung des Standorts Darmstadt und wirft Fragen zur langfristigen Strategie des Konzerns auf.