12.12.2025 | Bad Dürkheim - Die zweite Tarifverhandlung der IG Metall Mitte mit dem 'Verband der holz- und kunststoffverarbeitenden Industrie Rheinland-Pfalz' hat zu keiner Annäherung geführt.
Die Arbeitgeber waren am heutigen Freitag (12.12.) nicht bereit, ein verhandelbares Angebot zu machen und den Tarifkonflikt zügig zu beenden. Damit sind Warnstreiks und Aktionen nach dem Jahreswechsel unausweichlich geworden.
Die IG Metall fordert für die rund 10.00 Beschäftigten der Holz- und Kunststoff Branche in Rheinland-Pfalz eine Entgelterhöhung von 5 Prozent für 12 Monate und eine überproportionale Erhöhung der Ausbildungsvergütungen. Der Arbeitgeberverband hat darauf mit einem völlig unzureichenden Angebot reagiert: eine langfristige Vereinbarung ohne Entgelterhöhung für das gesamte Jahr 2026.
Jan-Paul Grüner, Verhandlungsführer der IG Metall Mitte: „Landauf, landab reden die Arbeitgeber die Standortbedingungen in Deutschland schlecht. Die schlechte wirtschaftliche Lage einzelner Betriebe ist der Vorwand, von sämtlichen Beschäftigten einen Reallohnverzicht zu verlangen. Dabei sind die Lohnkosten nicht das Problem. Problematisch ist vielmehr, dass keinerlei Innovationen von den Arbeitgebern ausgehen. Sie zeigen lieber mit dem Finger auf Andere. Das wird die IG Metall nicht widerspruchslos hinnehmen. Wenn die Arbeitgeber den Konflikt eskalieren wollen, werden wir uns dem Stellen.“
Die dritte Tarifverhandlung findet am 27. Januar 2025 statt. Die heiße Phase der Warnstreiks beginnt unmittelbar nach dem Jahreswechsel Anfang Januar.