Thüringen: Tarifrunde Holz und Kunststoff hat begonnen

IG Metall Mitte fordert 5 Prozent mehr Geld für 12 Monate

11.12.2025 | In der Holz- und Kunststoff verarbeitenden Industrie in Thüringen arbeiten knapp 20.000 Menschen in rund 120 Betrieben. Die IG Metall fordert für die Beschäftigten eine Entgelterhöhung von 5 Prozent für 12 Monate sowie eine überproportionale Erhöhung der Ausbildungsvergütungen.

Zudem wird ein Schritt zur Angleichung der Entgelte an das Niveau in den westlichen Bundesländern, wie beispielweise in Hessen, gefordert. Nachdem sämtliche Arbeitgeberverbände der Branche in anderen Tarifgebieten die Forderungen zurückgewiesen hatten, haben am 10. Dezember 2025 mehr als 220 Beschäftigte von Weru in Triptis, einem der größten Arbeitgeber in der Region, ihrer Forderung nach einer angemessen Tariferhöhung Nachdruck verliehen. Dennoch legte der Verband der „Holzindustrie und Kunststoffverarbeitung Bayern-Thüringen“, in der ersten Tarifverhandlung für die Beschäftigten in Thüringen am heutigen Donnerstag (11.12.) kein Angebot vor. „Ein konstruktiver Tarifauftakt sieht anders aus“, so IG Metall-Verhandlungsführer Jan-Paul Grüner.

„Angesichts der anhaltend hohen Lebenshaltungskosten benötigen die Beschäftigten dringend mehr Geld. Die Erhöhung der Entgelte, eine überproportionale Erhöhung der Ausbildungsvergütungen und die Verkleinerung der Einkommensunterschiede zwischen Ost und West sind auch im Interesse der Arbeitgeber,“ so Grüner weiter. „Wenn nichts passiert, wandern die Beschäftigten in andere Branchen oder Regionen ab und junge Leute werden in einer Branche, die von niedrigen Ausbildungsvergütungen geprägt ist, keine Ausbildung beginnen. Wer das nicht versteht, darf sich über einen Fachkräftemangel nicht wundern.“

Die zweite Tarifverhandlung findet am 30. Januar 2026 in Erfurt statt. Die heiße Phase der Warnstreiks beginnt nach dem Jahreswechsel.

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