Aus den Regionen: IG Metall Suhl-Sonneberg

Plus 1,5 Prozent mehr Entgelt plus bezahlte freie Tage - Tariferhöhung bei C.G. Haenel und Merkel in Suhl

  • 30.08.2021
  • Aktuelles, Tarif, Betriebspolitik

Die Beschäftigten der Merkel Unternehmensgruppe in Suhl und die IG Metall forderten den Arbeitgeber Ende 2020 zu Verhandlungen über die Weiterentwicklung der tarifvertraglichen Bedingungen für die Betriebe Merkel Jagd- und Sportwaffen und C.G. Haenel in Suhl auf. Die etwa 120 Beschäftigten der beiden Suhler Betriebe produzieren hochwertige Jagd- und Sportwaffen. Zusätzlich beliefert die Unternehmensgruppe auch Aufträge für die Landesverteidigung.

„In der dritten Verhandlungsrunde konnte am 17. März 2021 ein Ergebnispaket für die nächsten zwei Jahre vereinbart werden, welches neben Entgeltverbesserungen auch beim Urlaub nachbessert. Nach zwei pauschalen Einmalzahlungen von jeweils 200 Euro für Vollzeitbeschäftigte im März und Juni dieses Jahres, erhöhen sich nun die Entgelte und Ausbildungsvergütungen in einem ersten Schritt um 1,5 Prozent ab September 2021. Mit diesem Ergebnis entwickeln wir gemeinsam mit dem Arbeitgeber die Attraktivität und damit die Leistungsfähigkeit der Unternehmensgruppe als Arbeitgeber weiter.“, fasst Thomas Steinhäuser, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Suhl-Sonneberg und Verhandlungsführer der IG Metall, die Situation zusammen.

Das Tarifergebnis erhöht die Entgelte und Ausbildungsvergütungen in zwei Stufen zum 1. September 2021 um 1,5 Prozent und in einer zweiten Stufe ab 1. September 2022 um weitere 2,5 Prozent. Insgesamt entspricht das einer Erhöhung um 4,0 Prozent beziehungsweise um 85 Euro brutto monatlich für Facharbeit in der Entgeltgruppe fünf. Zusätzlich erhalten die Beschäftigten für die erste Jahreshälfte 2021 zwei Einmalzahlungen von je 200 Euro mit den Abrechnungen für März und Juni, für Auszubildende zur Hälfte. Für die erste Jahreshälfte 2022 erhalten die Beschäftigten zwei weitere Einmalzahlungen von je 300 Euro mit den Abrechnungen für März und Juni, für Auszubildende die Hälfte. Das sind damit insgesamt weitere 1.000 Euro Einmalzahlung pro Beschäftigten, für Auszubildende die Hälfte. Für den 24. Dezember und den 31. Dezember eines Jahres sind ab 2021 nur noch jeweils ein halber Tag Urlaub erforderlich. Damit gewinnen die Beschäftigten einen Tag Urlaub mehr zur freien Verfügung im Jahr. Ab 2022 erhöht sich der Urlaubsanspruch insgesamt von bisher 28 Arbeitstagen auf dann 30 Arbeitstage pro Jahr. Das Tarifergebnis hat eine Laufzeit bis zum 28. Februar 2023.