IG Metall Bezirk Mitte
http://www.igmetall-bezirk-mitte.de/aktuelles/meldung/ig-metall-bezirk-mitte-diskutiert-den-transformationsprozess-der-automobilindustrie/
26.05.2017, 22:05 Uhr

Medieninformation

IG Metall Bezirk Mitte diskutiert den Transformationsprozess der Automobilindustrie

  • 04.05.2017
  • Aktuelles, Bildergalerie, Wirtschaftspolitik

Frankfurt am Main/ Wiesbaden. Die IG Metall im Bezirk Mitte führt am heutigen Donnerstag und am morgigen Freitag (4. und 5. Mai 2017) in Kooperation mit der Technologiebratungsstelle Rheinland-Pfalz im Ramada Hotel Micador im hessischen Niederhausen eine Automobil- und Zuliefererkonferenz durch. Sie steht unter dem Motto »Die Veränderungsprozesse in der Automobilbranche und ihre Auswirkungen auf Arbeit und Mitbestimmung im Unternehmen«.

Vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussionen über die Zukunftsperspektiven des Dieselantriebs und der Elektromobilität nehmen mehr als 120 Vertreterinnen und Vertreter aus Betriebsräten, Jugend- und Auszubildendenvertretungen, Schwerbehindertenvertretungen sowie Vertrauensleute aus Hessen, Rheinland-Pfalz, dem Saarland und Thüringen an der Konferenz teil.

In den zwei Konferenztagen soll der Transformationsprozess der Branche sowohl durch Input-Referate beleuchtet als auch in Podiumsdiskussionen und Workshops intensiv diskutiert werden.

Die Automobilindustrie ist einer der wirtschaftlichen Motoren Deutschlands. Allein im Bezirk Mitte arbeiten mehr als 155.000 Beschäftigte in der Branche. Die Struktur ist sehr vielfältig: In den vier Bundesländern des Bezirks gibt es sowohl namhafte Automobilhersteller als auch große und kleine Zulieferer- und Dienstleistungsunternehmen.

Umso wichtiger ist daher eine nachhaltige Industriepolitik, die die Standorte und die Beschäftigung sichert.  Mehr als 93 Prozent der Befragten sprachen sich in der großangelegten Beschäftigtenbefragung, die die IG Metall im Frühjahr diesen Jahres durchführte, für Sicherheit und sichere berufliche Perspektiven in der Industrie (4.0) aus.

»Die Kolleginnen und Kollegen, die in der Automobil- und Zuliefererindustrie beschäftigt sind, sehen einem schwierigen Wandel entgegen – sie wissen nicht, wie sich ihr Arbeitsplatz in den kommenden Jahren, zum Beispiel mit der Umstellung auf Elektroantriebe, entwickeln wird. Die ökologische Modernisierung und die Probleme der Branche wurden von den Managern zu lange verschleppt. Nun müssen sie handeln – doch weder eine Strategie des ›Weiter so‹ noch des ›Augen zu und durch‹ sind für die Branche und ihre Beschäftigten nachhaltig und zukunftsfähig. Die IG Metall im Bezirk Mitte will den Transformationsprozess mitgestalten – mit Standort- und Beschäftigungssicherheit für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. In den kommenden zwei Tagen werden wir mit der Politik und den betrieblichen Interessenvertretungen intensiv über mögliche Mittel und Wege dazu diskutieren«, so Jörg Köhlinger, Leiter des IG Metall Bezirks Mitte.

Der erste Tag der Konferenz beginnt mit einem Referat von Frank Iwer (IG Metall, Stabsstelle Strategische und Politische Planung) zu den strukturellen Veränderungen der Automobilindustrie. Es folgt eine Podiumsdiskussion, in der Betriebsräte aus Hersteller- und Zuliefererbetrieben die Perspektiven der betrieblichen Mitbestimmung in der Branche erörtern. Im Anschluss haben die Teilnehmenden die Möglichkeit, sich in Workshops zu aktuellen Themen, Fragestellungen und wissenschaftlichen Studien auszutauschen. Die Themen der Workshops sind: der technologische Fortschritt als Mittel der Zukunftssicherung für den Standort Deutschland, die Mitbestimmung- und Gestaltung des Digitalen Wandels, die E-Mobilität als mögliche Perspektive der Automobilindustrie, Arbeitszeit sowie die Partnerschaftsinitiativen von Betriebsräten in den USA und in Deutschland.

Der zweite Tag wird mit der Vorstellung einer Studie zur Stärken und Schwächen der deutschen Werke in der globalisierten Zuliefererindustrie beginnen. Es folgt ein Referat des Ersten Vorsitzenden der IG Metall, Jörg Hofmann, zur betriebs- und tarifpolitischen Gestaltung des Transformationsprozesses durch Betriebsräte und die IG Metall. Im Anschluss werden Vertreter der Landesregierungen Hessen, Rheinland-Pfalz und Thüringen die landespolitische Sicht auf die Zukunft der Branche mit dem Bezirksleiter Jörg Köhlinger diskutieren.

Der Bezirk Mitte der IG Metall will mit der Konferenz eine längerfristige Strategiedebatte zu den Umbrüchen in der Automobil- und Zuliefererindustrie einleiten. Damit will die IG Metall die Grundlagen für die gewerkschaftliche Einflussnahme auf die Transformationsprozesse legen.

Medieninformation


Drucken Drucken