09.08.2016 |

Gegen Arbeitsplatz-Abbau: IG Metall plant Aktionstag für Ende August

Bosch Aktionstag 31.8.2016 in Homburg

Bei Bosch im Saarland sind mehrere hundert Arbeitsplätze akut bedroht. Die IG Metall  mahnt dagegen die „unternehmerische Verantwortung“ des Konzerns an – und plant für den 31. August einen Aktionstag in allen Betrieben der Saarpfalz.

Minus 210 von bisher 700 Arbeitsplätzen bei Bosch-Rexroth in Homburg. Minus 200 Arbeitsplätze beim Tochter-Unternehmen BESG in Neunkirchen. Dazu weiterhin der schleichende Abbau von Arbeitsplätzen an den beiden anderen Homburger Bosch-Standorten: In unserer Region sorgt der Stuttgarter Weltkonzern seit einiger Zeit nur noch für negative Schlagzeilen.

Mit scharfer Kritik reagieren die Betriebsräte der betroffenen Werke und die IG Metall Homburg und Neunkirchen auf diese Kahlschlag-Pläne.

„Das Unternehmen Bosch hat in den vergangenen Jahrzehnten von der hervorragenden Infrastruktur und Qualifikation der Menschen unserer Region profitiert und gutes Geld verdient,“ heißt es in einer gemeinsamen Erklärung mit der saarländischen Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger (SPD) von Ende Juni. „Die Arbeitnehmer erwarten jetzt, dass der Konzern innovative und nachhaltige Produkte an den Saar-Standorten ansiedelt.“

Dieser Forderung wollen die Gewerkschafter mit einem gemeinsamen Aktionstag am 31. August den nötigen Nachdruck verleihen: „Bisher gab es insgesamt 5640 Bosch-Arbeitsplätze in der Region,“ sagt der Zweite Bevollmächtigte der IG Metall Homburg-Saarpfalz, Ralf Cavelius. „Und wir wollen, dass diese Zahl auch künftig erhalten bleibt. Es geht uns um die industrielle Zukunft unserer Region und der Menschen, die hier leben.“

05.08.2016 |

Infografik

Die Mehrheit geht leer aus

Gerade mal 41 Prozent der Beschäftigten erhalten Urlaubsgeld. Und die Unterschiede sind groß. Vom Urlaubsgeld profitieren vor allem Beschäftigte in Unternehmen mit Tarifbindung. Während 61 Prozent von ihnen Urlaubsgeld erhalten, sind es in tariflosen Betrieben nur 32 Prozent.

08.06.2016 |

„Europäischer Stahl ist Zukunft“

IndustriAll fordert stärkeren Schutz der Stahlindustrie

Vom 7.-9. Juni fand in Madrid der 2. IndustriAll Europe Kongress statt. Neben zahlreichen anderen Themen wurde die Lage in der europäischen Stahlindustrie diskutiert.

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11.04.2016 |

"Stahl ist Zukunft"

Über 20.000 Beschäftigte der Stahlindustrie demonstrieren für Zukunft

Heute sind im IG Metall Bezirk Mitte rund 22.000 Beschäftigte der Stahlindustrie dem Aufruf "Stahl ist Zukunft" gefolgt. Sie stehen gemeinsam mit der IG Metall dafür ein, dass die Rahmenbedingungen für die deutsche Stahlindustrie verbessert werden.

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23.02.2016 |

Tarifkommissionen im IG Metall Bezirk Mitte beschließen Forderung

5 Prozent mehr Geld

Fünf Prozent mehr Entgelt und die Erhöhung der Ausbildungsvergütungen um fünf Prozent mit einer Laufzeit von 12 Monaten - diese Forderungen haben die Tarifkommissionen der Metall- und Elektroindustrie für Hessen, Rheinland-Pfalz, das Saarland und Thüringen in einer gemeinsamen Sitzung am 23. Februar beschlossen.

Die Forderung ist mit der wirtschaftlichen Lage gut begründet, die wirtschaftliche Entwicklung ist stabil und die Prognosen für 2016 gut. „Die konjunkturelle Lage und die guten Prognosen sind die Grundlage für unsere Forderungen. Die wird auch kleinere Betriebe nicht überfordern. Die Arbeitnehmer wollen an der guten wirtschaftlichen Lage teilhaben, das kommt auch der Binnenkaufkraft und damit der Konjunktur zugute“, so Jörg Köhlinger, Bezirksleiter des IG Metall-Bezirks Mitte.

Die Metallerinnen und Metaller wollen sich darüber hinaus für die Ausweitung der Tarifbindung einsetzen. „Gerecht geht nur mit Tarif. Deswegen wollen wir die Tarifbindung aller Betriebe der Metall- und Elektroindustrie erhöhen und in dieser Tarifbewegung Betriebe ohne Tarifbindung stärker einbinden“, so Jörg Köhlinger dazu. Die Entgelte von Beschäftigten in nicht-tarifgebundenen Betrieben sind bei vergleichbarer Tätigkeit 24,6 Prozent niedriger als in tarifgebunden Unternehmen, die Arbeitszeiten spürbar länger. Wir werden in dieser Tarifrunde verstärkt Belegschaften aus Betrieben ohne Tarifbindung einbeziehen, um die Tarifbindung wieder zu steigern, so Köhlinger. Es gebe im Bezirk Mitte etliche Beispiele aus den letzten Jahren dafür, dass man erfolgreich Tarifbindung durchsetzen könne. Hier werde die Gewerkschaft nun verstärkt ansetzen.

28.01.2016 |

Tarifbewegung 2016

Tarifkommissionen diskutieren über Forderungshöhe

Die Tarifkommission der IG Metall im Bezirk Mitte der Metall- und Elektroindustrie haben heute beschlossen, die Entgelttarifverträge  in den Bundesländern Rheinland- Pfalz, Hessen, dem Saarland und in Thüringen zu kündigen.

Darüber hinaus haben die Mitglieder der Tarifkommission über die Höhe der Entgeltforderung diskutiert. Ihre Vorstellung über die Erhöhung der Entgelte und Ausbildungsvergütungen liegen bei bis zu 5 Prozent.

Die Begründung dieser Forderung findet sich in der guten wirtschaftlichen Lage der Metall- und Elektroindustrie und der guten Prognosen für 2016. Insgesamt ist die Lage, trotz der vermeintlichen Eintrübung, prognostiziert durch das ifo- Institut, gut.

„Wir wollen mit einer angemessenen Entgelterhöhung die Binnennachfrage weiterhin stärken“, kündigt Köhlinger an und fährt fort: „Das ist auch der harten Arbeit angemessen, die die Kolleginnen und Kollegen in den Betrieben leisten. Die hohe Zahl von Überstunden und die zumeist mehr als vollen Arbeitszeitkonten zeigen sehr deutlich, welche Leistung sie in den Betrieben bringen. Wir werden für unsere Forderungen streiten.“

Der Vorstand der IG Metall wird Anfang Februar eine Empfehlung für die Tarifforderung der Bezirke abgeben. In einer Sitzung am 23. Februar werden die Tarifkommissionen in allen Bezirken über die Forderungshöhe entscheiden. Mitte März sollen die Verhandlungen beginnen. 

27.01.2016 |

Stahlindustrie

2,3 Prozent mehr Geld für die Beschäftigten der Stahlindustrie

In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch haben sich die IG Metall im Bezirk Mitte und der Verband der Saarhütten in Saarbrücken auf einen Tarifabschluss für die 15.000 Beschäftigten in der Stahlindustrie an der Saar, in Wetzlar und Kehl geeinigt.

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15.01.2016 |

Kontraktlogistik

Kooperationsvereinbarung zwischen IG Metall und Ver.di

Die Industrieproduktion wird zunehmend komplexer: Viele Autohersteller fertigen ihre Autos längst nicht mehr allein. Oftmals sind verschiedene Firmen auf dem Werksgelände daran beteiligt - unter anderem auch Kontraktlogistiker. Unter anderen kann ihre Aufgabe darin bestehen, die Teile an die Linien zu bringen oder sogar Teile vorzumontieren. Häufig zu schlechteren Bedingungen als die Stammbeschäftigten im Werk.

Die gewerkschaftlichen Zuständigkeiten waren bislang oftmals nicht restlos eindeutig. Deswegen haben die IG Metall und Ver.di in einer gemeinsamen Kooperationsvereinbarung die Zuständigkeiten und den Geltungsbereich ihrer Tarifverträge in der industriellen Kontraktlogistik geklärt. Das gilt für die Branchen Automobil- und Fahrzeugbau, Stahl, Luft-, und Raumfahrt und Schiffbau.

Zuständig ist die IG Metall,

  • wenn ein Kontraktlogistiker seine Tätigkeit auf dem Werksgelände eines Betriebs erbringt, der in den Organisationsbereich der IG Metall fällt.
  • wenn ein Kontraktlogistiker seine Tätigkeit zu mehr als 75 Prozent für einen Endkunden erbringt, der in den Organisationsbereich der IG Metall fällt.
  • wenn bei einem Kontraktlogistiker produktive Tätigkeiten (Fertigung, Montage) mehr als 50 Prozent der Gesamttätigkeiten ausmachen.

Für besondere Tätigkeiten in der Automobilindustrie sind die Zuständigkeiten auch geklärt: Beispielsweise der Versand von Fahrzeugen fällt in den Zuständigkeitsbereich von Ver.di, während beispielsweise das Geschäft mit Ersatzteilen in IG Metall- Betrieben von der IG Metall organisiert wird. Für ungeklärte Bereiche wird ein Verfahren eingerichtet, nach dem die Zuständigkeit geklärt werden kann.  

30 Jahre - 30 Tage

30 Tage Urlaub - das gab es schon immer - oder?

Vor genau 30 Jahren haben  Metallerinnen und Metaller in der Metall- und Elektroindustrie der Bundesrepublik Deutschland 30 Tage tariflichen Urlaubsanspruch durchgesetzt.
Das war weder selbstverständlich, noch fiel es vom Himmel – uns wurde nichts geschenkt! In den langen Auseinandersetzungen um, den Urlaubsanspruch wurde 1978/1979 fast sechs Wochen lang gestreikt. Dennoch dauerte es letztendlich bis 1981, bis in einem Stufenplan die 30 Tage Jahresurlaub im Manteltarif festgeschrieben wurden. Übrigens: 50% zusätzliches Urlaubsgeld gibt es seit 1974.
In diesem Sinne wünschen wir allen Kolleginnen und Kollegen eine schöne, erholsame Urlaubszeit.

IG Metall vor Ort

Die IG Metall im Bezirk Mitte

125 Jahre Metallarbeitergewerkschaft - 115 Jahre Bezirk Mitte

Der IG Metall Bezirk Mitte stellt sich vor.
Eindrücke aus der Bezirksjugendkonferenz 2016

Das Flüchtlingsdrama: ein Appell zum Umsteuern. In Europa und in Deutschland

Die Initiative "Europa neu begründen" fordert mit ihrem Appell "Das Flüchtlingsdrama: ein Appell zum Umsteuern. In Europa und in Deutschland" zu einem Kurswechsel in der Europapolitik zu mehr Solidarität und einem zukunftsfähigen, gerechten und starken Gemeinwesen, auf.

WISO Info 1/2016

Jörg Köhlinger mit einem Kommentar zur Flexibilisierung der Arbeitszeit im Sinne der Beschäftigten

JAV Opel Rüsselsheim

Bezirk Mitte hilft
Der BJA hat einen Flyer "Fakten gegen Vorurteile" erstellt

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