11.04.2016 |

"Stahl ist Zukunft"

Über 20.000 Beschäftigte der Stahlindustrie demonstrieren für Zukunft

Heute sind im IG Metall Bezirk Mitte rund 22.000 Beschäftigte der Stahlindustrie dem Aufruf "Stahl ist Zukunft" gefolgt. Sie stehen gemeinsam mit der IG Metall dafür ein, dass die Rahmenbedingungen für die deutsche Stahlindustrie verbessert werden.

Besonderer Schwerpunkt dabei ist der Emissionsrechtehandel, die Dumping- Stahl- Importe in die EU und die Reform des EEGs 

Jörg Köhlinger, Bezirksleiter der IG Metall Mitte, sprach auf einer Kundgebung in Neunkirchen: „Wir fordern von der Politik klare Weichenstellungen, um die Arbeitsplätze in der Stahlindustrie zu schützen. Der Emissionsrechtehandel hat sein Ziel verfehlt. Wenn die Stahlproduktion in Deutschland und Europa verloren geht, denn dann wird Stahl dort produziert, wo die ökologischen Standards weitaus geringer sind“, so Köhlinger. „Politisch dringend erforderlich ist es zudem, Maßnahmen gegen die Dumping-Importe zu ergreifen. Unsere Stahlindustrie ist innovativ und produziert hocheffizient – das aber erfordert faire Wettbewerbsbedingungen. Die IG Metall sagt Ja zu mehr Umweltschutz, aber für alle unter gleichen Bedingungen.“

Der Schwerpunkt der Demonstrationen im IG Metall Bezirk Mitte lag im Saarland. Rund 20.300 Menschen haben sich dort an insgesamt vier Kundgebungsplätzen versammelt.

In Hessen haben etwa 400 Beschäftigte in Wetzlar an der Demonstration teilgenommen. Weitere 300 Kolleginnen und Kollegen aus Herborn haben an der Kundgebung in Duisburg teilgenommen. Vor dem Thüringer Stahlwerk in Unterwellenborn haben etwa 1.000 Menschen auf die Situation in der Stahlindustrie aufmerksam gemacht. Unterstütz worden sind sie dabei von Kolleginnen und Kollegen von Bosch SolarWorld.

23.02.2016 |

Tarifkommissionen im IG Metall Bezirk Mitte beschließen Forderung

5 Prozent mehr Geld

Fünf Prozent mehr Entgelt und die Erhöhung der Ausbildungsvergütungen um fünf Prozent mit einer Laufzeit von 12 Monaten - diese Forderungen haben die Tarifkommissionen der Metall- und Elektroindustrie für Hessen, Rheinland-Pfalz, das Saarland und Thüringen in einer gemeinsamen Sitzung am 23. Februar beschlossen.

Die Forderung ist mit der wirtschaftlichen Lage gut begründet, die wirtschaftliche Entwicklung ist stabil und die Prognosen für 2016 gut. „Die konjunkturelle Lage und die guten Prognosen sind die Grundlage für unsere Forderungen. Die wird auch kleinere Betriebe nicht überfordern. Die Arbeitnehmer wollen an der guten wirtschaftlichen Lage teilhaben, das kommt auch der Binnenkaufkraft und damit der Konjunktur zugute“, so Jörg Köhlinger, Bezirksleiter des IG Metall-Bezirks Mitte.

Die Metallerinnen und Metaller wollen sich darüber hinaus für die Ausweitung der Tarifbindung einsetzen. „Gerecht geht nur mit Tarif. Deswegen wollen wir die Tarifbindung aller Betriebe der Metall- und Elektroindustrie erhöhen und in dieser Tarifbewegung Betriebe ohne Tarifbindung stärker einbinden“, so Jörg Köhlinger dazu. Die Entgelte von Beschäftigten in nicht-tarifgebundenen Betrieben sind bei vergleichbarer Tätigkeit 24,6 Prozent niedriger als in tarifgebunden Unternehmen, die Arbeitszeiten spürbar länger. Wir werden in dieser Tarifrunde verstärkt Belegschaften aus Betrieben ohne Tarifbindung einbeziehen, um die Tarifbindung wieder zu steigern, so Köhlinger. Es gebe im Bezirk Mitte etliche Beispiele aus den letzten Jahren dafür, dass man erfolgreich Tarifbindung durchsetzen könne. Hier werde die Gewerkschaft nun verstärkt ansetzen.

28.01.2016 |

Tarifbewegung 2016

Tarifkommissionen diskutieren über Forderungshöhe

Die Tarifkommission der IG Metall im Bezirk Mitte der Metall- und Elektroindustrie haben heute beschlossen, die Entgelttarifverträge  in den Bundesländern Rheinland- Pfalz, Hessen, dem Saarland und in Thüringen zu kündigen.

Darüber hinaus haben die Mitglieder der Tarifkommission über die Höhe der Entgeltforderung diskutiert. Ihre Vorstellung über die Erhöhung der Entgelte und Ausbildungsvergütungen liegen bei bis zu 5 Prozent.

Die Begründung dieser Forderung findet sich in der guten wirtschaftlichen Lage der Metall- und Elektroindustrie und der guten Prognosen für 2016. Insgesamt ist die Lage, trotz der vermeintlichen Eintrübung, prognostiziert durch das ifo- Institut, gut.

„Wir wollen mit einer angemessenen Entgelterhöhung die Binnennachfrage weiterhin stärken“, kündigt Köhlinger an und fährt fort: „Das ist auch der harten Arbeit angemessen, die die Kolleginnen und Kollegen in den Betrieben leisten. Die hohe Zahl von Überstunden und die zumeist mehr als vollen Arbeitszeitkonten zeigen sehr deutlich, welche Leistung sie in den Betrieben bringen. Wir werden für unsere Forderungen streiten.“

Der Vorstand der IG Metall wird Anfang Februar eine Empfehlung für die Tarifforderung der Bezirke abgeben. In einer Sitzung am 23. Februar werden die Tarifkommissionen in allen Bezirken über die Forderungshöhe entscheiden. Mitte März sollen die Verhandlungen beginnen. 

27.01.2016 |

Stahlindustrie

2,3 Prozent mehr Geld für die Beschäftigten der Stahlindustrie

In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch haben sich die IG Metall im Bezirk Mitte und der Verband der Saarhütten in Saarbrücken auf einen Tarifabschluss für die 15.000 Beschäftigten in der Stahlindustrie an der Saar, in Wetzlar und Kehl geeinigt.

Für Februar und März 2016 gibt es eine Einmalzahlung von 200 Euro, für Auszubildende sind es im Februar und März 160 Euro. Ab April haben die Beschäftigten 2,3 Prozent mehr Geld in der Tasche - auch die Auszubildenden. Das gilt 14 Monate - der neue Tarifvertrag hat eine Laufzeit bis zum 31.Mai 2017.

Darüber hinaus gibt es eine Vereinbarung darüber, dass Betriebsräte und Arbeitgeber prüfen, ob die Ausbildungsplatzzahl erweitert werden kann. Insbesondere für die Stahlindustrie ist es wichtig, junge Menschen frühzeitig auszubilden, um die Zukunftsperspektiven der Stahlindustrie zu verbessern.

IG Metall Bezirksleiter, Jörg Köhlinger, sieht dies als „vertretbaren Kompromiss angesichts der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in der saarländischen Stahlindustrie.“

Die Tarifkommission der IG Metall hat das Verhandlungsergebnis einstimmig angenommen.

„Aus Sicht der IG Metall sind diese Regelungen ausgesprochen wichtig und zukunftsweisend“, so Robert Hiry, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Völklingen. Mehr junge Menschen in der Stahlindustrie auszubilden, um die Zukunftsperspektiven der Stahlindustrie zu verbessern sei ein wichtiges Signal.

 

 

15.01.2016 |

Kontraktlogistik

Kooperationsvereinbarung zwischen IG Metall und Ver.di

Die Industrieproduktion wird zunehmend komplexer: Viele Autohersteller fertigen ihre Autos längst nicht mehr allein. Oftmals sind verschiedene Firmen auf dem Werksgelände daran beteiligt - unter anderem auch Kontraktlogistiker. Unter anderen kann ihre Aufgabe darin bestehen, die Teile an die Linien zu bringen oder sogar Teile vorzumontieren. Häufig zu schlechteren Bedingungen als die Stammbeschäftigten im Werk.

Die gewerkschaftlichen Zuständigkeiten waren bislang oftmals nicht restlos eindeutig. Deswegen haben die IG Metall und Ver.di in einer gemeinsamen Kooperationsvereinbarung die Zuständigkeiten und den Geltungsbereich ihrer Tarifverträge in der industriellen Kontraktlogistik geklärt. Das gilt für die Branchen Automobil- und Fahrzeugbau, Stahl, Luft-, und Raumfahrt und Schiffbau.

Zuständig ist die IG Metall,

  • wenn ein Kontraktlogistiker seine Tätigkeit auf dem Werksgelände eines Betriebs erbringt, der in den Organisationsbereich der IG Metall fällt.
  • wenn ein Kontraktlogistiker seine Tätigkeit zu mehr als 75 Prozent für einen Endkunden erbringt, der in den Organisationsbereich der IG Metall fällt.
  • wenn bei einem Kontraktlogistiker produktive Tätigkeiten (Fertigung, Montage) mehr als 50 Prozent der Gesamttätigkeiten ausmachen.

Für besondere Tätigkeiten in der Automobilindustrie sind die Zuständigkeiten auch geklärt: Beispielsweise der Versand von Fahrzeugen fällt in den Zuständigkeitsbereich von Ver.di, während beispielsweise das Geschäft mit Ersatzteilen in IG Metall- Betrieben von der IG Metall organisiert wird. Für ungeklärte Bereiche wird ein Verfahren eingerichtet, nach dem die Zuständigkeit geklärt werden kann.  

03.12.2015 |

Tarifkommission Stahl hat Forderung beschlossen

5 Prozent mehr Geld und Verbesserungen der Ausbildungsbedingungen

Fünf Prozent mehr Geld - das fordert die IG Metall für die rund 15.000 Beschäftigten der Stahlindustrie an der Saar, in Wetzlar und Kehl.

Die Tarifkommission der IG Metall diskutiert über wirtschaftliche Eckdaten der Stahlindustrie. Die deutsche Wirtschaft wächst und auch für das kommende Jahr sehen Forschungsinstitute einen Trend zu Wachstum. Die Inflationsrate soll steigen, aber weit unter der Zielinflationsrate der Europäischen Zentralbank von zwei Prozent bleiben.

Es ist damit ein sogenannter verteilungsneutraler Spielraum von knapp drei Prozent vorhanden - ohne das Gewinne an die Beschäftigten umverteilt werden.

Auch die Stahlbranche ist verhalten optimistisch. Geringe Lagerbestände und wachsende Nachfrage nach Stahl befördern die Auftragslage und eine höhere Produktion. Mit fast 43 Millionen Tonnen Rohstahl ist Deutschland der größte Hersteller in Europa. Die Auslastung der Kapazitäten ist auf rund 80 Prozent gestiegen und die Beschäftigung ist stabil.  

Die Beschäftigung ist stabil.

Der Umsatz lag 2014 mit 33,3 Mrd. Euro jedoch um vier Prozent unter dem des Vorjahres. Die Erzeugerpreise für Stahl sinken. Gleiches gilt auch für die Rohstoffpreise; Eisenerz und Stahlschrott werden billiger. Die Entgeltquote (Anteil der Löhne und Gehälter am Umsatz) liegt bei nur 11 Prozent. Unsere Kolleginnen und Kollegen haben gute und harte Arbeit geleistet.

Das heißt: Die Forderung nach fünf Prozent Erhöhung der Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen ist gerechtfertigt.

Wir werden uns in dieser Tarifrunde für die Verbesserung der Ausbildungsbedingungen in der Stahlindustrie einsetzen, um junge Menschen von der Attraktivität der Ausbildung in der Stahlindustrie zu überzeugen. Hier sind uns die Themen Erhöhung der Ausbildungskapazitäten und Erhöhung der Ausbildungsvergütungen besonders wichtig.

Die Tarifkommission hat ebenfalls die Forderung nach einer Verbesserung des Tarifvertrags Werkverträge und Abschluss eines Tarifvertrages Vertrauensleutearbeit beschlossen.  

19.10.2015 |

Rheinland- Pfalz

Rheinland-pfälzische Metall- und Elektroindustrie und die IG Metall erleichtern Flüchtlingen berufliche Qualifizierung

Bild: Fotolia

Die  IG Metall Mitte und die Arbeitgeberverbände der rheinland-pfälzischen Metall- und Elektroindustrie, PfalzMetall sowie vem.die Arbeitgeber haben vereinbart, dass der Tarifvertrag zur Integration Jugendlicher in Berufsausbildung (TV IJB) künftig auch für Flüchtlinge mit hoher Bleibeperspektive gelten soll. Diese Öffnung gilt unabhängig vom Alter der Flüchtlinge. Durch diesen Schritt können Flüchtlinge sogenannte Einstiegsqualifikationen in M+E-Unternehmen absolvieren. Im Mittelpunkt der Einstiegsqualifikationen sollen Sprachförderung, der Erwerb von Schlüsselkompetenzen sowie sozialpädagogische Betreuung stehen. Der Tarifvertrag stellt es den Betrieben frei, öffentliche Förderprogramme, Maßnahmen zur Einstiegsqualifizierung und Berufsvorbereitung oder ergänzende Programme von Bildungsträgern zu nutzen.

„Mit dieser Öffnung erleichtern die Tarifvertragsparteien Flüchtlingen den Zugang zu Arbeit und eröffnen ihnen eine berufliche Qualifizierung“, sagt PfalzMetall-Präsident Johannes Heger. „Jetzt muss die Politik schnellstens ihre Hausaufgaben machen und dafür sorgen, dass Flüchtlinge viel schneller als bisher sprachlich erstqualifiziert werden und einen für die Firmen belastbaren Aufenthaltstitel erhalten", fordert Thorsten Bröcker, Hauptgeschäftsführer des Arbeitgeberverbandes vem.die arbeitgeber e. V..

Jörg Köhlinger, Bezirksleiter der IG Metall Mitte, sieht in dem veränderten Tarifvertrag einen wichtigen Schritt, Flüchtlingen gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen. „Wir fordern von den Arbeitgebern, Qualifizierungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten für Flüchtlinge zu schaffen, ohne die aktuelle Situation für Lohndumping zu missbrauchen. Flüchtlinge dürften nicht dafür instrumentalisiert werden, bestehende soziale Schutz- und Gestaltungsregelungen in unserer Arbeits- und Sozialordnung abzubauen. Dafür sind jetzt in der rheinland- pfälzischen Metall- und Elektroindustrie die Voraussetzungen geschaffen.“

„Rassistischem Denken und Handeln werde sich die IG Metall auch künftig entgegenstellen“, fügt Köhlinger hinzu. Das Recht auf die Würde und körperliche Unversehrtheit von Menschen sei nicht zu diskutieren.

 

 

07.10.2015 |

Welttag gegen prekäre Beschäftigung

IG Metall Mitte kritisiert Missbrauch bei Werkverträgen

Der internationale Gewerkschaftsbund ruft seit 2008 am 07. Oktober zum Welttag  gegen prekäre Arbeit auf. Diesen Tag nutzt die IG Metall, um auf den Missbrauch von Werkverträgen hinzuweisen und Verbesserungen in gesetzlichen Regelungen zu fordern.

Mittlerweile lagern Unternehmen immer häufiger Arbeit aus. Die IG Metall hat mit einem weiteren bundesweiten Aktionstag öffentlichkeitswirksam auf den Missbrauch von Werkverträgen aufmerksam gemacht.

IG Metall-Bezirksleiter Jörg Köhlinger fordert eine schnelle Verbesserung der gesetzlichen Regelungen: „Wir brauchen bessere Mitwirkungs- und Mitbestimmungsmöglichkeiten für die Betriebsräte. Bisher werden sie in vielen Fällen nicht einmal darüber informiert, wenn Unternehmen Arbeitsplätze per Werkvertrag auslagern und damit die Arbeitsbedingungen für die betroffenen Arbeitnehmer verschlechtern.“ Dann sei es für die Betriebsräte schwer, zwischen Schein- und echten Werkverträgen zu unterscheiden. „Werkverträge gehören in vielen Betrieben zum Alltag. Betriebsräte müssen für diesen Fall Gestaltungsmöglichkeiten in die Hand bekommen, ansonsten können sie nur zusehen, wie sich in den Betrieben Parallelwelten herausbilden“, so Köhlinger weiter. „Es braucht klare Kriterien im Gesetz dazu, wie Werkverträge -  etwa gegenüber Arbeitnehmerüberlassung und Soloselbstständigkeit - abzugrenzen sind. Nur so kann auch eine wirksame Kontrolle erfolgen - sowohl für die Betriebsräte als auch für die Aufsichtsbehörden.“

Der IG Metall-Bezirksleiter verweist dabei noch einmal auf eine Befragung, die die Gewerkschaft unter Betriebsräten durchgeführt hat: „Wenn bundesweit 69 Prozent der befragten Betriebsräte und bei uns im Bezirk sogar 73 Prozent angeben, dass bei ihnen mit Hilfe von Werkverträgen Arbeiten ausgelagert werden, aber es dazu nur in vier Prozent der Betriebe Vereinbarungen mit dem Betriebsrat gibt, dann liegt doch auf der Hand, dass die jetzigen Regelungen nicht ausreichen.“

Auch in einigen Verwaltungsstellen der IG Metall im Bezirk Mitte fanden heute erneut Aktionen statt.

In den Verwaltungsstellen Ludwigshafen-Frankenthal und Homburg-Saarpfalz fanden Aktionskonferenzen statt. In Homburg-Saarpfalz haben unter anderem Professor Dr. Stefan Sell und Jörg Köhlinger, Bezirksleiter IG Metall Mitte, die ersten Ergebnisse eines Projekts der Bezirksleitung zum Thema „Werkverträge“ vorgestellt und diskutiert. Die öffentliche Aktion der IG Metall Neuwied bei ThyssenKrupp Rasselstein wurde begleitet von einem Redebeitrag von Hans-Jürgen Urban, Mitglied im geschäftsführenden Vorstand der IG Metall.

Aktion der IG Metall Neuwied bei ThyssenKrupp Rasselstein

Aktion der IG Metall Erfurt bei MDC in Kölleda

Aktion der IG Metall Gera in der Innenstadt

Aktion der IG Metall Jena- Saalfeld in Jena

07.10.2015 |

Rasche Integration in Betriebe der Metall- und Elektroindustrie

Hessens größte Industrie öffnet Integrationstarifvertrag für Metall- und Elektroindustrie

Bild: Fotolia

Die Unternehmen in Hessens größter Industrie öffnen ihren Tarifvertrag für Flüchtlinge, damit sie über Einstiegsqualifikationen rasch in Arbeit finden können. Der Arbeitgeberverband HESSENMETALL und die IG Metall Mitte vereinbarten heute, dass der Tarifvertrag zur Integration Jugendlicher in Berufsausbildung (TV IJB) in der Metall- und Elektroindustrie des Landes Hessen künftig auch für Flüchtlinge mit hoher Bleibeperspektive gelten soll. Dabei betrifft die Ergänzungsvereinbarung nicht nur jugendliche Asylbewerber, sondern die Gesamtheit aller Flüchtlinge. Freiwillige Integrationsverträge sollen vor allem die Sprachförderung und den Erwerb von Schlüsselkompetenzen, wie Arbeits- und Sozialverhalten, in den Mittelpunkt stellen. Der Tarifvertrag stellt dem Betrieb frei, öffentliche Förderprogramme, Maßnahmen zur Einstiegsqualifi­zierung und Berufsvorbereitung oder ergänzende Programme von Bildungsträgern zu nutzen. Die Tarifvertragsparteien wollen durch die Öffnung des TV IJB ihren Beitrag zur Integration der Flüchtlinge in Hessen leisten und ihnen die Chance zu einem raschen Berufseinstieg in der M+E-Branche bieten.

„Die massive Einwanderung von Kriegsflüchtlingen und Wirtschaftszuwanderern stellt uns vor die Riesenherausforderung, diejenigen rasch in Ausbildung und danach in Arbeit zu integrieren, die hierbleiben dürfen. Diese Herausforderung können wir zu einer Chance für Wirtschaft und Gesellschaft entwickeln, wenn wir bei der Integration vieles sehr viel besser machen als in der Vergangenheit. Durch die Öffnung des TV IJB haben die Tarifpartner die tarifvertraglichen Voraussetzungen dafür geschaffen. Aufgabe des Gesetzgebers ist nun die Beseitigung bürokratischer Hemmnisse. Hierzu zählt vor allem ein faktischer Zugang zu Arbeit und Qualifizierungsmaßnahmen nach 3 und nicht erst nach 15 Monaten, damit Flüchtlinge nicht tatenlos im Sozialbezug verharren müssen“, erklärte Volker Fasbender, Hauptgeschäftsführer des Arbeitgeberverbands HESSENMETALL. Auf der anderen Seite sei jedoch auch die frühzeitige und strikte Verpflichtung der Neuankömmlinge auf unsere freiheitlich demokratische Werteordnung mit der Gleichberechtigung von Männern und Frauen und religiöser Toleranz ein wichtiger Baustein der Integration. Auch bräuchten wir einen gesellschaftlichen Konsens darüber, dass nicht jeder Neuankömmling hier bleiben könne und abgelehnte Asylbewerber zurückkehren müssten. „Willkommenskultur und konsequente Aufenthaltsbeendigung schließen sich deshalb nicht aus, sondern bedingen einander vielmehr. Wir dürfen unser Sozialsystem nicht überfordern, ansonsten ist dessen Funktionsfähigkeit gefährdet“, so Fasbender.

Jörg Köhlinger, Bezirksleiter der IG Metall Mitte, sieht in dem veränderten Tarifvertrag einen wichtigen Schritt dahin, den Flüchtlingen Möglichkeiten zur gesellschaftlichen Teilhabe zu geben. „Wir fordern von den Arbeitgebern, Qualifizierungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten für Flüchtlinge zu schaffen, ohne die aktuelle Situation für Lohndumping zu missbrauchen. Flüchtlinge dürften nicht dafür instrumentalisiert werden, bestehende soziale Schutz- und Gestaltungsregelungen in unserer Arbeits- und Sozialordnung abzubauen. Dafür sind jetzt in der hessischen Metall- und Elektroindustrie die Voraussetzungen geschaffen“, hebt er hervor. Rassistischem Denken und Handeln werde sich die IG Metall auch künftig entgegenstellen. Die Würde und die körperliche Unversehrtheit von Menschen sei keine Frage, über die im Rahmen der Meinungsfreiheit diskutiert werden könne. „Wir stellen uns entschieden gegen solche Positionen, die das Recht auf Würde und körperliche Unversehrtheit mit ihrem Handeln infrage stellen. Wir begrüßen und unterstützen stattdessen die vielen „Welcome-Initiativen“ vor Ort. Fremdenfeindlichkeit, Intoleranz und Rassismus haben bei uns keinen Platz“, so der Bezirksleiter der IG Metall. Auch werde die IG Metall im Bezirk Mitte auf die anderen regionalen Arbeitgeberverbände zugehen, um dort ähnliche Regelungen zu schaffen wie nun in Hessen.

06.07.2015 |

Tarifergebnis Textile Dienste

Nach zähen Verhandlungen mehr Entgelt in textilen Diensten

(Bild: Fotolia)

Nach langen und zähen Verhandlungen können die Beschäftigten und Auszubildenden in den textilen Diensten einen Erfolg verzeichnen:

Der bundesweit geltende Tarifabschluss sieht vor, dass ab September 2015 die Löhne und Gehälter um 3,6 Prozent erhöht werden. Im Juli und August wird noch nach bisherigem Tarif gezahlt. Auszubildende bekommen ab September (in Ost und West) in allen Ausbildungsjahren 32 Euro mehr.

Darüber hinaus wird es in Ost und West mehr Urlaubs- und mehr Weihnachtsgeld geben und eine Verbesserung der Alterszeit und der Arbeitszeiten.

Im IG Metall Bezirk Mitte hat die Tarifkommission dem Ergebnis, welches für rund 2.000 Beschäftige gelten wird, einstimmig zugestimmt. Derzeit gibt es Überlegungen, im kommenden Jahr einen Branchenarbeitskreis textile Dienste ins Leben zu rufen.

In der Branche textile Dienste arbeiten bundesweit derzeit 22.000 Beschäftigte. Dieser Dienstleistungsbereich umfasst unter anderem das Vermieten von Berufskleidung, Waschen und Instandhaltung von Wäsche und Kleidung und Waschraumhygiene.

07.07.2015 |

Tarifabschluss Kfz- Handwerk Saarland

Mehr Entgelt auch im Saarland

Nach mehreren Verhandlungsrunden und langen Verhandlungen am Montagnachmittag konnte die IG Metall auch im Saarland kräftige Einkommenssteigerungen für die rund 4.700 Beschäftigten des Kfz-Gewerbes oberhalb der Inflationsrate durchsetzen.

Den Forderungen der Arbeitgeber mit einem Absenken der unteren Lohn- und Gehaltsgruppen hat die IG Metall standgehalten.

Das Tarifergebnis in seinen Eckpunkten:

- Lohn- und Gehaltstabellen aus dem November 2014 gelten bis Juni 2015 weiter

Alle Beschäftigten erhalten für Juni 2015 eine Einmalzahlung von 75 Euro (Beschäftigte in Teilzeit bekommen eine Einmalzahlung ihrer wöchentlichen Arbeitszeit angemessen.)

- Eine Erhöhung der Entgelte ab Juli 2015 um 2,9 Prozent und ab November 2016 um weitere 2,9 Prozent.

- Für Auszubildende werden die Ausbildungsvergütungen jeweils im August 2015 und 2016 um 2,9 Prozent erhöht.

„ Für die Beschäftigten in den Saarländischen Kfz- Werkstätten und Autohäusern ist das ein deutliches Einkommensplus über zwei Jahre. Das haben sie sich verdient“, so der Verhandlungsführer der IG Metall, Josef Windpassinger.

16.06.2015 |

Deutliche Entgetsteigerung in Thüringen

5,8 Prozent mehr für Kfz-Handwerk

(Bild: Fotolia)

Die 8.000 Beschäftigten im Kfz-Handwerk Thüringen bekommen ab 1. Juli 2015 mehr Geld. Das Tarifergebnis sieht eine schrittweise Entgeltsteigerung von 5,8 Prozent vor. In der ersten Stufe erhalten die Beschäftigten ab 1. Juli 2015 drei   Prozent und ab 1. Oktober 2016 weitere 2,8 Prozent.

Die Ausbildungsvergütungen werden für des erste Ausbildungsjahr um 35 € und für das zweite bis vierte Ausbildungsjahr um 30 € erhöht.  In 2016 steigen die  Ausbildungsvergütungen um weitere 20€.

„Für die Beschäftigten in Thüringer Kfz- Werkstätten und Autohäusern ist das ein deutliches Einkommensplus über zwei Jahre. Das haben sie sich verdient“, so der Verhandlungsführer der IG Metall, Josef Windpassinger. „Die Tarifbindung in Thüringen ist besonders wichtig, Beschäftigte in tarifgebundenen Betrieben erhalten deutlich mehr Geld. Gute Tarifverträge sind ein Garant für gute Löhne.“

19.06.2015 |

Deutliche Entgeltsteigerung Kfz- Handwerk Pfalz

5,8 Prozent mehr im Kfz-Handwerk Pfalz

Logo der Tarifbewegung Kfz- Handwerk

Die 7.500 Beschäftigten im Kfz-Handwerk in der Pfalz bekommen ab dem 1. Juni 2015 mehr Geld.

Das Einkommensplus von 5,8 Prozent wird schrittweise eingeführt: Die Entgelte werden ab dem 1. Juni 2015 um 2,9 Prozent erhöht und ab dem 1. November 2016 um weitere 2,9 Prozent.

Auch für Auszubildende gibt es mehr Entgelt in zwei Stufen. Ab August 2015 und ab August 2016 werden die Ausbildungsvergütungen um jeweils um 2,9 Prozent erhöht.

„Für die Beschäftigten im Kfz-Handwerk in der Pfalz ist das ein kräftiges Einkommensplus“, so der Verhandlungsführer der IG Metall, Josef Windpassinger. „IG Metall Mitglieder profitieren von guten Tarifverträgen. Das ist ein starkes Argument, um IG Metall Mitglied zu werden.“

Die Tarifverträge haben eine Laufzeit bis zum 30. April 2017.

10.06.2015 |

Tarifergebnis Kfz- Handwerk Hessen

5,8 Prozent mehr im Kfz- Handwerk

Für die 42.000 Beschäftigten im hessischen Kfz- Handwerk konnte ein Tarifergebnis erzielt werden.

Die IG Metall und der Landesverband Hessen des Kraftfahrzeuggewerbes hat sich in Darmstadt auf eine stufenweise Erhöhung der Tarifeinkommen im hessischen Kfz- Handwerk geeinigt. Ab Juni 2015 wird es 2,9 Prozent mehr Einkommen in den hessischen Autohäusern und Werkstätten geben. Ab Oktober 2016 werden die Entgelte um weitere 2,9 Prozent erhöht.

Auch die Ausbildungsvergütungen werden im selben Umfang erhöht.

 

„Das bringt deutlich mehr Geld ins Portemonnaie der Arbeitnehmer im Kfz- Handwerk und es ist das beste Argument um Mitglieder zu werben“, meint Verhandlungsführer der IG Metall, Josef Windpassinger.

 

Darüber hinaus verpflichten sich die Tarifvertragsparteien, bis ende 2015 Verhandlungen über die Anpassung des 65. Lebensjahres an die gesetzlichen Änderungen zum Einstieg in das Rentenalter im Tarifvertrag Verdienstsicherung aufzunehmen.

06.05.2015 |

Tarifgebiet Rheinland Rheinhessen

Mehr Geld für Metallhandwerk

Die 10.000 Beschäftigten im Metallhandwerk in Rheinland und Rheinhessen bekommen ab 1. Mai 3,4% mehr Geld. Die Ausbildungsvergütungen werden ebenfalls in diesem Zeitraum erhöht. Darauf haben sich die IG Metall und der Fachverband  Metall Rheinland-Pfalz verständigt.

IG Metall-Verhandlungsführer Josef Windpassinger zeigte sich zufrieden mit dem Abschluss: „Das bringt mehr Geld ins Portemonnaie. Das ist gut für die Wirtschaft und stützt die Konjunktur.“

04.05.2015 |

Tarifgebiet Hessen und Rheinland-Pfalz

Deutliches Plus für Elektrohandwerk

Die 45.000 Beschäftigten im hessischen und rheinland-pfälzischen Elektrohandwerk bekommen ab 1. Mai mehr Geld. Die Entgelte steigen ab Mai um 3,2 Prozent und ab 1. Juni 2016 und weitere 3,0 Prozent. Die Ausbildungsvergütungen werden ebenfalls in diesen Zeiträumen erhöht. Darauf haben sich die IG Metall und der Fachverband  Elektro- und Informationstechnik in Hessen und Rheinland-Pfalz verständigt. Ferner sollen zeitnah Gespräche über eine Angleichung der Entgelte von Rheinland-Pfalz an Hessen aufgenommen werden. Der Vertrag ist erstmals zum 31. Mai 2017 kündbar.

IG Metall-Verhandlungsführer Josef Windpassinger zeigte sich zufrieden mit dem Abschluss: „Das bringt mehr Geld ins Portemonnaie. Das ist gut für die Wirtschaft und stützt die Konjunktur.“ Die Angleichung der Tarifentgelte in Hessen und Rheinland-Pfalz sei für viele beschäftigten eine Frage der Gerechtigkeit. „Mauern in den Köpfen und Entgeltmauern an Landesgrenzen kann heute keiner mehr verstehen und schon gar keiner mehr gebrauchen.“

25.02.2015 |

Tarifergebnis in der Mittelgruppe

3,4 % mehr Geld, Alters- und Bildungsteilzeit

Frankfurt. 3,4 Prozent mehr Geld, Verbesserungen bei der Altersteilzeit und der Einstieg in eine neue Bildungsteilzeit für die Betriebe der Metall- und Elektroindustrie in Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland. Das ist das Tarifergebnis, das am Mittwoch zwischen IG Metall und den Arbeitgebern der Mittelgruppe erzielt wurde. Die Tarifkommission wird am Freitag über das Tarifergebnis abstimmen.

IG Metall Bezirksleiter und Verhandlungsführer Armin Schild, erklärte: „Mit dem Tarifergebnis hat die IG Metall zu allen drei Elementen ihres Forderungspaketes drei gute Ergebnisse erzielt. Der Druck von 120.000 Warnstreikenden im Bezirk hat die Arbeitgeber offenbar beeindruckt. Das Tarifergebnis sichert vor allem in den qualitativen Elementen einen Einstieg in ein neues Verständnis von Flexibilität der Arbeitszeit, die wir mittelfristig  weiter voranbringen wollen. Die 3,4% sind einfach gut. Alle reden davon, dass in Deutschland Tarifentgelte steigen sollen. Die IG Metall macht das und stellt damit die Beteiligung der Beschäftigten, am Erfolg, den sie selbst erwirtschaftet haben, sicher. Das ist ein deutliches reales Plus und ein Erfolg der IG Metall.“

Eine detailliertere Aufstellung der Ergebnisse gibt es in der Medieninformation.

13.11.2014 |

Verhandlungen erfolgreich

Tarifergebnis für die westdeutsche Textil- und Bekleidungsindustrie

Nach langen Warnstreiks haben sich die Tarifparteien in der Textil- und Bekleidungsindustrie in der Nacht zum Donnerstag auf einen Tarifabschluss geeinigt.

Der Abschluss sieht vor, dass die knapp 100.000 Beschäftigten in der Textilbranche für Januar bis Mai 2015 Einmalzahlungen in Höhe von 60€ bekommen. Diese Einmalzahlungen können der betrieblichen Situation angepasst verschoben, gestrichen, gekürzt oder verdoppelt werden. Die Vergütungen der Auszubildenden erhöhen sich um 30 €.  

Ab Juni 2015 bekommen die Beschäftigten monatlich einen tabellenwirksamen Festbetrag von 60 €, für Auszubildende sind es 30€.

Ab 1. Juni 2016 erhöhen sich die Entgelte und Auszubildendenvergütungen um 2,4 Prozent. Die Zahlung der Festbeträge und die Entgelterhöhung kann durch die Tarifvertragspartner einzelbetrieblich verhandelt werden. Die Laufzeit des Tarifvertrages endet am 31. Januar 2017.

Darüber hinaus wurde eine verpflichtende Altersteilzeitregelung bis ende 2016 vereinbart. Bis zu zwei Prozent der Beschäftigten eines Betriebes sollen damit Altersteilzeit in Anspruch nehmen können. Das Entgelt in diese Phase der Altersteilzeit soll um 475€ aufgestockt werden.

Am kommenden Montag tagt die Tarifkommission.

24.07.2014 |

Zuspruch zur IG Metall

Auch für Ferienjobber gilt der Tarifvertrag

Foto: Fotolia; Eberhardt Kraft

Tausende Schüler und Studierende sind in den Ferien wieder in den Betrieben der Metall- und Elektroindustrie als Ferienjobber eingesetzt. Ihre Motive: Überbrückung des Übergangs von der Schule in die Ausbildung oder ins Studium. Oder: um betriebliche Erfahrungen zu sammeln, bevor sie ein technisches Studium aufnehmen. Oder: um Geld zu verdienen, denn 2/3 der Studierenden arbeiten neben ihrem Studium. Die IG Metall weist darauf hin, dass auch für Ferienjobber der Tarifvertrag gilt, wenn sie in einem tarifgebundenen Betrieb arbeiten. Die Metalltarife gelten zum Beispiel in Metallbetrieben, wie Autowerken, in Stahlwerken, Textil- und Bekleidungsfirmen. Wenn der Ferienjob mindestens einen (Kalender-)Monat dauert, stehen den Gewerkschaftsmitgliedern außerdem nicht nur die zwei Urlaubstage zu, die das Gesetz vorschreibt, sondern drei. Wer zwei Monate jobbt, hat fünf Urlaubstage statt der gesetzlichen drei. Ebenso sind die wöchentliche Arbeitszeit Urlaubsgeld, Weihnachtsgeld und Schichtzuschläge per Tarifvertrag geregelt. Neben der Beratung über Einstiegsgehalt oder Arbeitsvertrag, bietet die IG Metall den Studierenden und Schülern u.a. Seminare zum Berufseinstieg an und informiert über Rechtsschutz.

Auch in der Mitgliederentwicklung zeigt sich der Zuspruch der Ferienjobber zur IG Metall. Immer mehr Ferienjobber werden Mitglied der IG Metall und bleiben es auch. Mehr als 2500 Studierende sind im Bezirk Mitte der IG Metall beigetreten. Mehr als die Hälfte bleiben Mitglieder auch nach ihrem Ferieneinsatz.

Medieninformation IG Metall Bezirk Mitte zu Ferienjobbern

10.04.2014 |

Mörfelden-Walldorf

Betriebs- und tarifpolitisches Forum

Foto: Frank Rumpenhorst.

Am 9. und 10. April fand in Mörfelden-Walldorf ein betriebs- und tarifpolitisches Forum mit Teilnehmerinnen aus allen vier Bundesländern des Bezirk Mitte statt. Im Mittelpunkt stand die Auslegung und betriebliche Umsetzung der Tarifverträge der Metall- und Elektroindustrie, die Anwendung des Betriebsverfassungsgesetzes sowie weiterer, die Gestaltung der Arbeitswelt betreffender Gesetze. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Hessen, Rheinland-Pfalz, dem Saarland und Thüringen bearbeiteten in fünf Foren die Themen:

  • Flexibilisierung und Arbeitszeit,
  • Vereinbarkeit von Arbeit und Leben,
  • Weiterbildung und berufliche Bildung,
  • Alters- und alternsgerechte Arbeit,
  • Altersvorsorge und flexible Rentenübergänge.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer tauschten Praxistipps zu den verschiedenen Problembereichen der Arbeitswelt aus und formulierten Anforderungen für die Weiterentwicklung von Tarifverträgen.

Erster Tag: Einführung ins Thema und Arbeit in den Foren

Zweiter Tag: Austausch und Diskussion

30 Jahre - 30 Tage

30 Tage Urlaub - das gab es schon immer - oder?

Vor genau 30 Jahren haben  Metallerinnen und Metaller in der Metall- und Elektroindustrie der Bundesrepublik Deutschland 30 Tage tariflichen Urlaubsanspruch durchgesetzt.
Das war weder selbstverständlich, noch fiel es vom Himmel – uns wurde nichts geschenkt! In den langen Auseinandersetzungen um, den Urlaubsanspruch wurde 1978/1979 fast sechs Wochen lang gestreikt. Dennoch dauerte es letztendlich bis 1981, bis in einem Stufenplan die 30 Tage Jahresurlaub im Manteltarif festgeschrieben wurden. Übrigens: 50% zusätzliches Urlaubsgeld gibt es seit 1974.
In diesem Sinne wünschen wir allen Kolleginnen und Kollegen eine schöne, erholsame Urlaubszeit.

IG Metall vor Ort

Die IG Metall im Bezirk Mitte

Das Flüchtlingsdrama: ein Appell zum Umsteuern. In Europa und in Deutschland

Die Initiative "Europa neu begründen" fordert mit ihrem Appell "Das Flüchtlingsdrama: ein Appell zum Umsteuern. In Europa und in Deutschland" zu einem Kurswechsel in der Europapolitik zu mehr Solidarität und einem zukunftsfähigen, gerechten und starken Gemeinwesen, auf.

Knapp vor der dritten Verhandlungsrunde in der Metall- und Elektroindustrie haben sich ende April die beiden Verhandlungsführer des IG Metall Bezirks Mitte - Jörg Köhlinger - und Volker Fassbender - Verhandlungsführer der Mittelgruppe, zu einem gemeinsamen Interview beim Hessischen Rundfunk getroffen.

WISO Info 1/2016

Jörg Köhlinger mit einem Kommentar zur Flexibilisierung der Arbeitszeit im Sinne der Beschäftigten

JAV Opel Rüsselsheim

Bezirk Mitte hilft
Der BJA hat einen Flyer "Fakten gegen Vorurteile" erstellt

Homepage des KFZ-Bereichs

Bezirk Mitte bei facebook

Zur facebookseite des Bezirks Mitte

IG Metall Kampagnen

Bild zum Thema Die Kampagnen der IG Metall (Link auf igmetall.de)

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