33.260 Beschäftigte aus 173 Betrieben beteiligten sich an erster Warnstreikwoche

  • 04.11.2022
  • Aktuelles, Metall-/Elektroindustrie, Pressemitteilung

In der ersten Warnstreikwoche legten in Hessen, Rheinland-Pfalz, dem Saarland und Thüringen insgesamt 33.260 Beschäftigte aus 173 Betrieben zeitweise die Arbeit nieder. Allein heute beteiligten sich in Mitte mehr als 8.970 Beschäftigte aus 42 Betrieben an Aktionen.

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Bezirksleiter Jörg Köhlinger zieht Fazit der 1. Warnstreikwoche und kündigt an: "Wenn die Arbeitgeber kein verbessertes Angebot vorlegen, werden wir die Warnstreiks ausweiten."

Die Wut der Beschäftigten über das unverantwortliche Verhalten der Arbeitgeber in der Metall- und Elektroindustrie ist groß. Anstatt vor den enormen Herausforderungen mit der IG Metall zielstrebig zu verhandeln, wurde in den letzten Wochen verzögert, verschleppt und wenig Konkretes vorgeschlagen. Jörg Köhlinger, Leiter der IG Metall Mitte: „Beschämend ist, dass die Arbeitgeber von den Entlastungspaketen der Bundesregierung profitieren doch die Beschäftigten mit einer Einmalzahlung abspeisen wollen. In angespannten Zeiten ist offensichtlich nur auf eines Verlass: Die Arbeitgeber in Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland zeigen mit dem Finger immer wieder auf andere.“

Die nächste Verhandlung mit den Arbeitgebern über 8 Prozent mehr Geld für 12 Monate findet mittags am 10. November in Saarbrücken statt. Sollten die Arbeitgeber der Mittelgruppe in der vierten Verhandlung kein verbessertes Angebot vorlegen, werden die Warnstreiks massiv ausgeweitet. Dann seien 24 Stunden-Warnstreiks nicht mehr ausgeschlossen. Zuvor, so Köhlinger weiter, werden wir mit einer großen Demonstration und Kundgebung am 10. November vor dem Verhandlungshotel zeigen, dass wir es mit unserer Forderung nach mehr Geld sehr ernst meinen.

Hinweis:

Über weitere Warnstreiks, Kundgebungen und Aktionen ab Montag (7.11.) informieren wir Sie kurzfristig am Sonntag, 6. November.

Zur Verhandlungsbegleitenden Aktion am 10. November in Saarbrücken werden wir Sie gesondert in der nächsten Woche einladen.