Aus den Regionen: IG Metall Trier

Finanzbedarf nach der Flut: Olaf Scholz im Gespräch mit Bevollmächtigten der IG Metall

  • 03.09.2021
  • Aktuelles, Gesellschaftspolitik, Zielgruppen

Trier – Bevollmächtigte der IG Metall, darunter Christian Z. Schmitz, hatten sich am Abend des 1. September in einem virtuellen Gespräch mit Bundesfinanzminister Olaf Scholz zur Lage der örtlichen Betriebe in den Flutgebieten ausgetauscht.

Bevollmächtigten machten in dem Gespräch die Situation der Betriebe und Beschäftigten deutlich, vor Ort hatten mehrere Betriebe mit kurzfristigem Stromausfall zu kämpfen, der Betrieb Vulcast mit mehrwöchigem Produktionsausfall. Ebenfalls berichtete Schmitz von der großen internen Solidarität bei der Organisation von Unterbringungen und Aufräumarbeiten und wies erneut auf die Notfallunterstützung der IG Metall hin, die in den meisten Fällen sehr unbürokratisch und schnell als Soforthilfe an jetzt schon mehr als 30 betroffene IG Metall-Mitglieder ausbezahlt werden konnte. Insgesamt sind etwa 20.000 Beschäftigte in den Bezirken der IG Metall betroffen.

Bundesfinanzminister Scholz zeigte sich betroffen von der anhaltend schwierigen Situation für Betriebe und Beschäftigte und betonte, wie wichtig der direkte Austausch in dieser Phase sei. Kurzfristige Lösungen im Zuge der Soforthilfe seien vom Bund und den Ländern rasch auf den Weg gebracht worden. „Die Hochwasser-Katastrophe war eine nationale Katastrophe, der wir gemeinsam und solidarisch begegnen müssen.“ Mit den jüngsten Entscheidungen für einen Wiederaufbaufonds erhielten die Betriebe vor Ort eine klare Perspektive, dass sie die Arbeit so schnell es irgend geht, wieder aufnehmen können.

Auch Wochen nach den Fluten in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen ist für viele Betriebe und ihre Beschäftigten noch nicht deutlich, wie die Zukunft aussehen wird.

„Ich danke Olaf Scholz für seine Zeit und denke, es ist wichtig, dass wir persönlich berichten konnten, vor welchen Schwierigkeiten wir vor Ort stehen“, sagte Schmitz. „Viele Beschäftigte haben große Verluste erlitten. Wenn jetzt noch der Arbeitsplatz verloren ginge, wäre das eine Katastrophe. Darum muss die Politik dafür sorgen, dass die beschlossenen Hilfen nun schnellstmöglich und unkompliziert bei den Menschen und in den Betrieben ankommen.“

„Ich möchte auch betonen, dass die meisten Arbeitgeber sehr kulant waren und sind, was den Ausfall der Stunden durch ehrenamtlichen Einsatz oder persönliche Betroffenheit der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer anbetrifft. Einige Betriebe haben sogar einen Hilfsfonds für ihre betroffenen Mitarbeitenden eingerichtet“, so Schmitz abschließend.