IG Metall Bezirk Mitte
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06.06.2020, 19:06 Uhr

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IG Metall Mitte fordert Ausbildung trotz Corona auszuweiten

  • 07.05.2020
  • Aktuelles, Betriebspolitik, Betriebsrat, JAV, Pressemitteilung

Frankfurt am Main – In der Metall- und Elektroindustrie in Hessen, Rheinland-Pfalz, dem Saarland und Thüringen ist die Berufsausbildung trotz der Pandemie bislang stabil. Das ergab eine Befragung der IG Metall unter den Jugend- und Auszubildendenvertretungen im Bezirk Mitte.

Bezirksjugendsekretärin Leonie Hein fasst die wesentlichen Ergebnisse wie folgt zusammen: „Bisher sehen wir in unseren Bereichen nur in Einzelfällen Probleme bei der Übernahme, 96,5 Prozent der Jugend- und Auszubildendenvertretungen sehen noch keine Probleme durch Corona. Bei den Einstellungen zum kommenden Ausbildungsjahr geben 99 Prozent an, dass sie derzeit keine Einschränkungen befürchten. Die laufende Ausbildung findet in den meisten Betrieben in ganz unterschiedlicher Form weiter statt. Das ist auf die Regelungen in unseren Tarifverträgen und die gute Arbeit der Mitbestimmungsgremien in den Betrieben zurückzuführen.“

Negativ betroffen sind zum jetzigen Zeitpunkt allerdings Werkstudierende und Ferienjobber*innen: Ein kleiner Teil wurde gekündigt, bei 28 Prozent der befragten knapp 200 Betriebe wurden Neueinstellungen zurückgezogen, bei 19 Prozent die Wochenstunden reduziert. Jörg Köhlinger, Bezirksleiter der IG Metall Mitte dazu: „Hier zeigt sich, dass prekär Beschäftigte am stärksten von der Krise betroffen sind. Wir hatten das in einer breiten Befragung unter 700 Betriebsräten schon Anfang April gesehen, dass Leiharbeiter und befristet Beschäftigte in vielen Betrieben nicht weiter beschäftigt werden. Wie schon 2008 und 2009 sind es die prekär Beschäftigten, die die Krise unmittelbar und mit voller Wucht zu spüren bekommen.“

Insgesamt beschreibt die IG Metall Mitte die Ausbildungslage in den Betrieben als „sehr dynamisch“, Jörg Köhlinger kündigt an: „Wir werden das sehr genau im Blick behalten und appellieren schon jetzt an die Arbeitgeber, sowohl bei der Übernahme als auch bei den Ausbildungsplätzen den Fachkräftebedarf von morgen nicht zu gefährden.“

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