Pressemitteilung

Tarifverhandlungen in Mitte haben begonnen

17.12.2020 | Frankfurt am Main/Mainz – Die IG Metall Mitte und die Arbeitgeberverbände der Mittelgruppe haben die Tarifverhandlungen für die rund 380.000 Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie in Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland aufgenommen. In der ersten Verhandlung am heutigen Donnerstag hat die IG Metall Mitte ihre Forderung nach einem Volumen von 4 Prozent mehr Geld für Entgelt- und Beschäftigungssicherung bekräftigt.

Die IG Metall ist sich den Herausforderungen in der aktuellen Situation bewusst und will die anstehende Transformation gestalten. Jörg Köhlinger, Verhandlungsführer und Leiter des IG Metall Bezirks Mitte, forderte die Arbeitgeber auf, „zusammen mit den Beschäftigten und innovativen Produkten die Transformation anzugehen und nicht länger der Metall- und Elektroindustrie mit Entlassungen zu schaden.“

In diesem Zusammenhang kritisierte Köhlinger das Verhalten einiger Arbeitgeber aufs Schärfste: „Unpassende Bemerkungen von einigen Arbeitgebern, können nicht über eigene Versäumnisse hinwegtäuschen. Nicht die Beschäftigten haben die Digitalisierung verschlafen, sondern gut bezahlte Manager und Berater, die jetzt die Nullrunde predigen. Köhlinger forderte die Mittelgruppe auf, die Feiertage zu nutzen, um in einen konstruktiven Verhandlungsmodus umzuschalten. „Die aktuelle Situation ist nicht geeignet für ideologische Grabenkämpfe, schon allein deshalb will die IG Metall zügig ein Tarifergebnis erzielen.“

Tarifnachrichten Nr. 3

Hintergrund:

Der IG Metall Bezirk umfasst die Bundesländer Hessen, Rheinland-Pfalz, das Saarland und Thüringen. Die Metall- und Elektroindustrie des Bezirks gliedert sich in fünf Tarifgebiete: Hessen, Rheinland-Rheinhessen, die Pfalz, das Saarland und Thüringen. Die Arbeitgeberverbände der westlichen Tarifgebiete des Bezirks verhandeln als Mittelgruppe mit der IG Metall.

Mit dem Arbeitgeberverband in Thüringen verhandelt die IG Metall separat Tarifverträge. Die erste Tarifverhandlung für die rund 20.000 Beschäftigten in Thüringen findet am morgigen Freitag virtuell statt.

Von den Tarifverträgen der Metall- und Elektroindustrie profitieren rund 400.000 Beschäftigte in den vier Bundesländern.

Von: cb

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